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#FollowFriday – Abbruch oder Rant? [FF-32]

[FF-32] Angenommen ein Buch gefällt dir nicht: Vorzeitiger Abbruch oder bis zum bitteren Ende?

Da ich viele Bücher lese und auch immer schöne Bücher in meiner #BooksInPipeline habe, breche ich Bücher ab, die mich überhaupt nicht mitnehmen – und das kann die unterschiedlichsten Gründe haben.

Denn das nächste gute Buch wartet bestimmt. Ich bin ja nicht verpflichtet, nur weil ich ein Buch gekauft habe, es zu Ende zu lesen und ich habe dann nicht die Zeit und Muse, um mich durch ein Buch quälen zu müssen. Auch wenn ein Ende doch noch mal das Buch „rumreissen“ könnte, aber wenn nach 60 % immer noch nichts passiert, oder ich mit den Charakteren einfach nicht klar komme, oder die Story einfach daneben ist, dann sehe ich es nicht ein meine Zeit damit zu verplempern.

Auch wenn ich durch Klappentexte und vor allem Leseproben versuche, mir schon die richtigen Bücher auszuwählen, bleibt es nicht aus, dass ich mal daneben greife. Ist mir in letzter Zeit schon tatsächlich ein paar mal passiert.

Anders ist das bei expliziten Rezensionsexemplaren. Wenn ich diese von Autoren, Verlagen oder über die Buch-Communities erhalte, gehe ich eine gewisse Verpflichtung ein. Die lese ich immer bis zum Ende und das kann auch tatsächlich bedeuten, dass ich das Buch abwerten muss, weil es nicht meine Erwartungen erfüllt hat. Und das möchte ich auch dem Autor und dem Verlag mitteilen. Diese Begründung kann ich nur geben, wenn ich das Buch auch wirklich zu Ende gelesen habe.

Eine Rezension folgt bei mir inzwischen auf jedes gelesene Buch. Da ich es wichtig finde, eine ehrliche und meine subjektive Meinung über das Buch abzugeben. Auch wenn das Buch mir nicht gefallen hat. Ich finde es schade, dass es einige Rezensenten gibt, die Bücher, die in deren Augen keine 3-5 Sterne verdient haben, dann erst gar nicht rezensieren oder nur verreissen. Aber warum? Das gibt doch in den Bewertungen ein verzerrtes Bild wieder, und ein an sich mittelmäßiges Buch hat lauter 5 Sterne Bewertungen.

Nachdem ich eine Rezension fertig aufgesetzt habe, lese ich zum Beispiel sehr gerne die negativeren Kritiken durch. Da erhalte ich tatsächlich auch noch mal einen anderen Blickwinkel und kann das mit meinem Lesegefühl vergleichen. Das gibt mir die Möglichkeit angesprochene negative wie positive Punkte der Rezensenten zu widerlegen oder zu bestätigen, und kann deswegen meine Rezension zufrieden abschließen.

Ich weise auch immer darauf hin, dass es meine eigene persönliche Meinung ist. Und bei abgebrochenen Büchern versuche ich das bis dahin Gelesene mit meinen vorgegebenen Kriterien sachlich zu rezensieren und kritisieren, kann aber – da ich das Buch abgebrochen habe – nur mit einem Stern bewerten.

Ich sehe es zum einen als Hinweis an die Leserschaft, die meinen gleichen/ähnlichen Buchgeschmack haben, dass ihnen das Buch – ebenfalls wie mir – nicht gefallen könnte. Zum anderen aber vor allem als konstruktive Kritik dem Autor und Verlag gegenüber woran es nun genau gelegen hat, warum mir (und damit implizit die Leserschaft mit meinem Geschmack) das Buch nicht gefallen hat.

 


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Und Du?

Wie geht ihr mit Büchern um, die Euch nicht gefallen?


#FollowFriday ist eine von Sonja (A Bookshelf Full of Sunshine) ins Leben gerufene Bloggeraktion, die nun von Patricia (FiktiveWelten) fortgeführt wird. Die BlogAktion dient der munteren Kommunikation unter Bloggern, einem guten Netzwerk und soll vor allem Spaß machen. Vielen Dank für die tolle Aktion!

3 Gedanken zu „#FollowFriday – Abbruch oder Rant? [FF-32]“

  1. Das ist auch eine gute Methode – die negativen Rezis zu lesen um sie mit seinem Eindruck zu vergleichen. Das hatte ich bei dem 3. Teil von Dreizehnte Fee – nur habe ich da den Fehler gemacht zwischendurch die Rezis zu lesen und das hat mich vorbelastet – aber da konnte ich auch die Bewertung anhand der Rezis besser schreiben. Eine wirklich gute Methode…

    1. Wenn ich selber Bücher suche, dann schaue ich mir schon die Rezensionen an, dafür sind sie ja da.
      Wenn ich aber anhand Klappentext und Leseprobe mich für ein Buch als Rezensionsexemplar bewerbe, dann lese ich auf keinen Fall eine Rezi, sonst kann mich das auch beeinflussen.
      Das ist übrigens auch die große Gefahr bei Leserunden!

  2. Mh, stimmt schon, wenn das Buch so übel auffiel, dass es zum Abbruch führte und man schreibt keine Rezension, fehlt das natürlich in der Gesamtwertung …

    Andererseits hätte ich persönlich auch ein Problem damit, nur ein Stern zu geben, obwohl man nicht bis zu Ende durchgehalten hat. Vielleicht wäre doch noch etwas passiert, was die Sache relativiert und gar noch zu zwei Sternen geführt hätte. Aber nur deswegen bis zum bitteren Ende, wäre auch Unsinn, wo unsereins doch grundsätzlich immer (lohnenswerten) Nachschub auf dem Stapel hat. ;o)

    Ist schon nicht so einfach …

    Ein schönes Wochenende,
    Patricia

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