Leseeindruck Bild: vecteezy by MoonStarer, Font: ShellaheraScriptDemo.otf by Ryan Prasetya (DaFont)

Leseprobe: Katia Weber – Kleine Lügen erhalten die Famlie

Leseeindruck zur Leseprobe von:

Cover Katia Weber: "Klein Lügen erhalten die Familie" (Leseprobe) © 2017 Ullstein Buchverlage GmbH
Cover Katia Weber: „Kleine Lügen erhalten die Familie“ (Leseprobe) © 2017 Ullstein Buchverlage GmbH

Schöner Schreibstil aber nicht fesselnd genug

  • Cover Katia Weber: „Kleine Lügen erhalten die Familie“ (Leseprobe) © 2017
  • Ullstein Buchverlage GmbHKatia Weber: Kleine Lügen erhalten die Familie
  • Katia Weber (Autor), Favoritbuero GbR, München (Umschlag)
  • » Ullstein Buchverlage GmbH Berlin
  • Erscheinungstermin: 16.06.2017
  • Genre: Frauenunterlhaltung
  • Leseprobe: 29 Seiten (PDF)
  • Bereitstellung durch » vorablesen.de und » Ullstein Buchverlage GmbH

Das Cover sieht von weitem sehr bunt aus, beim näheren Hinschauen wird es doch recht einfach mit schlichten und größtenteils einfarbigen Blumen und Blätter-Grafiken, die sich um ein lilanes Haus winden. Jede Zeile des Titels ist in einer anderen Schriftart gehalten. Ich finde es stilistisch nicht ganz gelungen, die Grafiken sind mir zu einfach und das Ganze wirkt eher etwas zusammengeschustert ohne Konzept. Da werden dann auch unterschiedliche Stile miteinander gemischt.

Die Autorin beschreibt die Geschichte rund um Franzi und ihrer Familie in der Multiperspektive mit personalem Erzähler.

Und so erleben wir die Leseprobe aus der Sicht von Franzi und von Toni, ihrem pubertierenden Sohn.

Franzi hat sich von ihrem Mann Michael nach 15 Jahre Ehe getrennt. Eben noch hat sie den Lastwagen mit Michaels Möbeln durch die Stadt kutschiert, und nun bricht sie in sich zusammen. Man fühlt direkt mit ihr mit, wie, nachdem sie die Fassade der starken Verlassenen aufrecht erhalten hat, ihre Contenance bröckelt und ihre wahre Trauer über sie einbricht.

Doch nicht nur sie leidet unter der Trennung, auch ihre Kinder, aber jeder zeigt seine Trauer und Wut auf andere Art und Weise. Toni ist der typische pubertierende Teenager, der gerne einige Sachen ausprobiert und entdeckt. Maja, reagiert mit Gewalt und Provokation, das Nesthäkchen Jana vermisst ihren Papa und würde am liebsten täglich mit ihm telefonieren.

Franzi ist nach der Trennung nun allein erziehend und auf die Hilfe ihrer Mutter angewiesen ist. Es wird schnell klar, dass diese Beziehung zwischen Mutter und Tochter schon seit längerem kränkelt, Franzi aber ohne Brunhilde nicht den Job und den Alltag mit ihren drei Kindern bewältigen kann.

Oma Brunhilde verpfeift auch den Sohn Toni und erzählt Franzi brühwarm vom Joint, den sie in seinem Zimmer gerochen hat. Franzi, um sich ihrer Mutter gegenüber keine Schwäche einzugestehen, reagiert darauf aber gelassen und cool. Außerdem lernen wir auch eine Freundin kennen, die nun selber in einer Beziehungskrise steckt und sich bei Franzi ausheult. Die Freundin kann ich schlecht einordnen, da die Leseprobe dann hier geendet hat.

Dramaturgisch gesehen passiert in der Leseprobe noch nicht sehr viel. Die Autorin hat aber einen schönen flüssigen und lockeren Schreibstil mit vielen guten, bildlichen Vergleichen. Franzi ist für mich absolut authentisch. Sie hat ehrliche und nachvollziehbare Gedanken, weiß sich aber ihrem gegenüber korrekt zu verhalten.

Leider kann mich die Leseprobe doch nicht so in Bann ziehen, dass ich aufgrund derer und dem Klappentext das Buch gerne lesen würde – obwohl der Klappentext noch eine ganz spannende Geschichte verspricht.

Über das Buch (formally known as Klappentext):

Franzi hat drei Kinder und eine Affäre mit ihrem Exmann Michael. Zusammenleben können die beiden nicht mehr, so ganz aufeinander verzichten aber auch nicht. Und das muss ja niemand wissen. Was Franzi hingegen nicht weiß: wer ihr leiblicher Vater ist. Franzis Mutter hat in den siebziger Jahren Villen im Grunewald ausgeraubt. Und bei ihrem letzten Streifzug ein sehr wertvolles Gemälde mitgehen lassen — das jedoch bei ihrem Geliebten blieb. Zufällig findet sie heraus, dass Franzis Vater nun offenbar ganz in der Nähe lebt. Schlimmer noch: Franzi arbeitet für ihn. Und hat keine Ahnung, wer ihr Chef wirklich ist.

» Mein Leseeindruck auf vorablesen.de (vom 05.04.2017)

Das Buch erscheint am 16. Juni 2017
Die Taschenbuch-Ausgabe unter der ISBN 9783548288901
Das eBook unter der ISBN 9783843714754

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.