Rezension: Ava

Schade – Feinfühlige Idee ohne große Gefühlsachterbahn

Cover VeraKerick: "Ava" © 2017 Tinte & Feder Verlag
Cover Vera Kerick: „Ava“ © 2017 Tinte & Feder Verlag (Amazon Publishing Deutschland)

Dieses Rezensionsexemplar erhielt ich von Amazon Publishing Deutschland über Netgalley.de. Der Klappentext hatte mich sehr angesprochen und ich habe mich sehr über die Möglichkeit, dieses Buch lesen zu dürfen, gefreut. Dafür möchte ich mich beim Verlag sehr bedanken.

Coverbild:
Sehr schlicht und dezent ist das Cover. Es gefällt mir gut. Der einfarbige graue Hintergrund mit den einfachen Blumen und Blütenblättern ist schlicht. In der Mitte wird der Buchtitel „Ava“, der Name der Protagonistin, nüchtern in einer Serifenlosen Schrift angezeigt. Es ist schnörkellos aber nett ein bisschen wie das gesamte Buch. Rezension: Ava weiterlesen

Rezension: Man lernt nie aus, Frau Freitag!

Tzzzzz… Anfangs lustig, aber stereotypisch und Spaß schnell verpufft

Cover Frau Freitag "Man lernt nie aus, Frau Freitag!" © 2017 Ullstein Buchverlage GmbH
Cover Frau Freitag „Man lernt nie aus, Frau Freitag!“ © 2017 Ullstein Buchverlage GmbH

Von Frau Freitag kannte ich bisher noch kein Buch, deswegen bin ich ziemlich unvoreingenommen an dieses Büchlein rangegangen.

Die Handlung:
In ihrem Sabbatical-Jahr möchte Frau Freitag mit ihren über 40 Jahren endlich ihren Führerschein machen. Dazu muss die Lehrerin einer Mittelschule die Seiten wechseln und wird nun selber wieder zur Schülerin. Doch dabei sieht sie sich den typischen Vorurteilen in der Männerdomäne gegenüber und muss sich entgegen den Erwartungen ihrer Fahrlehrer besonders behaupten. Rezension: Man lernt nie aus, Frau Freitag! weiterlesen

Rezension: Die Geschichte der Bienen

Brisante Thematik schwach umgesetzt in zähen Geschichten

Cover Maja Lunde: "Die Geschichte der Bienen" © btb Verlag (Random House Verlagsgruppe)
Cover Maja Lunde: „Die Geschichte der Bienen“ © btb Verlag (Random House Verlagsgruppe)

Die Leseprobe zu „Die Geschichte der Bienen“ fand ich sehr interessant. Ich bin zwar kein Bienen-Experte, bin aber fasziniert von meinen Solitärbienen, die in meinem Bienenhotel ihre Brut ablegen. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass ich bei vorablesen.de zum Rezensieren dieses Buches ausgewählt wurde.

Das Cover:
Auf dem Cover ist eine Biene zu sehen, die tot zur Seite gekippt auf dem Boden liegt. Schlichter und aussagekräftiger kann man wohl dieses Cover zu dieser Thematik gar nicht gestalten. Allein das da liegende, unschuldige Insekt hat mich schon sehr erschüttert. Mehr braucht und darf dieses Cover eigentlich gar nicht sagen, um so mehr steckt einfach dahinter. Es geht mir unter die Haut.

Die Handlung:
Maja Lunde erzählt in drei Erzählsträngen (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) jeweils die Geschichte von drei Protagonisten, die mehr oder weniger mit Bienen zu tun haben. Rezension: Die Geschichte der Bienen weiterlesen

Rezension: The Social Netlove, Liebe ist niemals offline (2016)

Wunderbar romantische Lovestory

Cover Social Netlove Copyright: © Jenna Strack

Dieses Buch durfte ich zusammen mit der Autorin Jenna Strack in einer Facebook-Leserunde lesen. Vielen Dank noch mal liebe Jenna, dass ich mitlesen durfte und mit Dir darüber diskutieren konnte!

Die Handlung: 

Eigendlich wollte die 27 jährige Marie Mode-Design studieren, aber ihre Eltern machten ihr einen Strich durch die Rechnung. So arbeitet sie in einer nicht wirklich erfolgreichen Dienstleistungsagentur in ein einem langweiligen Job, mit unsympatischen Kollegen. Privat läuft auch nicht alles rund. Das Verhältnis zu ihrer besten Freundin Isabelle bröckelt, mit der sie früher ihre Leidenschaft für die Boygroup „B.Touched“ geteilt hat. Nur ihr bester Freund Thomas steht ihr zur Seite. Und plötzlich bekommt Marie die Möglichkeit ihrem Teeny-Schwarm Jamie Baker aus der Boygroup eine Nachricht zu schreiben, nur so – verlieren kann sie ja nichts.

Meine Meinung: 

Ich bin sehr schnell in die Geschichte reingekommen. Mir haben alle Protagonisten gut gefallen, Marie, Isabelle und Thomas. Auch wenn Isabelle am Anfang „komisch“ war, ich kann das nachvollziehen. Alle, die selber Kinder haben, werden wissen was ich meine. Matze, ne tut mir leid, bei dem Dialekt stellen sich mir die Nackenhaare auf… aber er war doch ein sympatischer Kerl, der Marie nicht bedrängt hat. Bei der Beziehung zwischen Thomas und Marie musste ich immer an Harry und Sally denken.

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Rezension: Die Warnung des Kolibris

Holpriger Schreibstil und kaum Tiefe zu den Protagonisten konnte mich nicht überzeugen

Cover Die Warnung des Kolibris Copyright © 2016 by Tonia Nellie

Dieses Buch konnte ich bei einer Leserunde auf lovelybooks.de mit der Autorin gemeinsam lesen. Ich bedanke mich bei Tonia Nellie ganz herzlich dafür, dass ich mich mit ihr darüber austauschen konnte. Ich möchte noch mal betonen, dass ich gerade vor selbst publizierenden Autoren meinen Hut ziehe und die Arbeit sehr wertschätze. Um so wichtiger finde ich auch eine ehrliche Meinung wieder zuspiegeln. Wir haben in der Leserunde meine Probleme intensiv besprochen, trotzdem muss ich eine Rezension verfassen.

Das Cover:

Das Bild gefällt mir sehr gut. So könnte ich mir wirklich die Villa in Brasilien vorstellen. Ganz viele Blumen, viele Bäume, Sträucher und Palmen. Auch das oft neblige Wetter kommt gut zum Tragen und unterstreicht das Mystische. Und natürlich der Kolibri, mein Lieblingsvogel. Ein sehr hübsches Arrangement, die Schrift mit dem verspielten W und K rundet das Bild sehr schön ab und passt gut hinein.

Die Handlung:

Die drei Schwestern Andrea, Dorothee und Betti reisen gemeinsam mit Gustav, Dorothees Freund, zu ihrem Onkel Fritz nach Brasilien. Der Onkel lebt mit seiner Frau und zwei Tanten in einer alten, mystischen Kaffeebaron Villa auf dem Land. Andrea und Dorothee hassen sich bis aufs Blut, müssen aber trotzdem die Zeit zusammen irgendwie verbringen. Betti hegt die Hoffnung, dass die beiden Schwestern dabei doch wieder zueinander finden könnten.

Meine Meinung:

Von Anfang an habe ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch gehabt. Allem voran konnte ich mich kaum in die Protagonisten einfühlen. Da hat mir eindeutig die Tiefe und der Raum gefehlt. Daran ist aber auch die oft holprige Sprache mit vielen Ausdrucksfehlern und unglücklichen Formulierungen schuld. Bei Kommata-Fehlern sehe ich meistens darüber hinweg, aber die kamen teilweise so gehäuft vor, dass es mich doch sehr gestört hat. Viele Beschreibungen werden oft wortwörtlich wiederholt, bzw. gleiche Ausdrucke kommen immer wieder vor, dass es schon langsam nervt: Wie zum Beispiel „verknubbelt“, oder dass Gustav „sich mit der Hand über sein gerades Pony streicht“.

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Rezension: Irgendwo im Glück

Sehr ergreifendes Buch über Toleranz aber auch Verzeihen können. Vor allem die letzten Seiten gehen sehr unter die Haut

Cover Irgendwo im Glück Copyright: © 2016 by Rowohlt Verlag GmbH

Die ist mein erster Roman von Anna McPartlin, und ich durfte ihn im Rahmen einer Lesechallenge auf lovelyboks.de lesen. Da der Vorgänger-Roman „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ von allen schon sehr hoch gelobt wurde, hat mich der Roman neugierig gemacht.

Das Cover: 

Die Gestaltung der Illustratorin Felicitas Horstschäfer wirkt eher niedlich. Es lässt auch eher an einen schönen Roman denken, an eine unbeschwerte Kindheit. Die Zeichnungen sind extra im Stil von Kindermalerei mit Wachsmalstiften gehalten. Ich vermute, das könnte ein Bild sein, das Jeremy als Kind gemalt hat. Also seine Phantasie und Vorstellung, wie sein Ort des Glücks aussieht. Eine bunte Wiese mit Schmetterlingen. Voller Ruhe und Harmonie. Was Jeremy leider in seiner Kindheit nicht erleben durfte. Das Cover lässt nicht unbedingt auf das tiefgreifende Thema schließen, welches in dem Buch tatsächlich behandelt wird.

Die Handlung: 

Maisie Bean lebt mit ihren jugendlichen Kindern bei ihrer demenzkranken Mutter, getrennt von ihrem gewalttägigen Ehemann, der plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit ihren Kindern Jeremy und Valerie und ihrer besten Freundin Lynn kümmern sie sich um ihre demenzkranke Mutter. Jeremy ist ein 16 jähriger Junge mit normalen und typischen Träumen, die natürlich auch durch die Erlebnisse mit dem gewalttätigen Vater geprägt sind. Valerie ist ein 12 jähriges Mädchen, voll in der Pubertät, die ihre Provokation und Traurigkeit durch heftige Schimpfwörter Ausdruck verleiht. Die Großmutter Bridie driftet zwischen klaren Momenten und absolutem Nebel hin und her, und lässt dann die typische Aggression gegen ihre unbekannte Umwelt vor allem an Maisie aus.

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Rezension: Finian Blue Summers

Einfach nur ergreifend und bewegend. Eine Liebesgeschichte die unter die Haut geht.

Cover Finian Blue Summer Copyright: © Emma C. Moore (alias Marah Woolf)

Von Emma C. Moore habe ich bisher eine Tennessee Kurzgeschichte gelesen. Besser bekannt ist Emma C. Moore aber als Marah Woolf, von der ich bereits alle bisher erschienenen Bücher gelesen habe und ich sehr begeistert von ihren Geschichten bin. Deswegen wollte unbedingt auch Finian Blue Summers lesen, welches nun der erste längere Liebesroman unter dem Pseudonym „Emma C. Moore“ ist.

Das Cover:

Unheimlich liebevoll ist das Cover erstellt. Es sind Dinge wie ein Haus, eine Geige, ein Fahrrad und Blaubeeren zu erkennen. Die per Hand gezeichneten Grafiken wirken echt und authentisch. Man merkt, dass viel Liebesmühe in die Gestaltung des Covers gesteckt wurde, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten. Aber einem die Lust erweckt, mehr über die abgebildeten Gegenstände zu erfahren.

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Rezension: Die Vegetarierin

Kafkaeske Kurzgeschichten mit angeschnitten Andeutungen hinterlassen einen verwirrenden Eindruck

Cover Die Vegetarierin Copyright Cover: © Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 2016

Bisher ist dies mein erster Titel aus Südkorea und dem asiatischen Raum, den ich so bewusst lese. Er hinterlässt bei mir einen etwas verwirrten Eindruck, was wohl auch eher an der Unkenntnis der dortigen Kultur und Gesellschaftsnormen liegen könnte, um den tieferen Sinn zu erkennen.

Das Buch:

Der in der Originalfassung preisgekrönte Roman “Die Vegetarierin” der südkoreanischen Autorin Han Kang ist 2016 im aufbauverlag auf deutsch erschienen.

Das Werk wurde 2007 zusammen mit Han Kangs Englisch-Übersetzern Deborah Smith mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet und 2010 verfilmt.

Buchcover:
Interessant erscheint vor allem das Buchcover! Zunächst denkt man: “Ein nettes Blumenbouquet mit tollen rosafarbenen Lilien”. Aber bei näherer Betrachtung erkennt man dazwischen die weiteren fleischig rohen Elemente. Aus einem zarten Blütenblatt wird eine ekelhafte Zunge. Ja, ekelhaft, denn das liebliche Bild wandelt sich durch diese Zusätze und erweckt in dem Betrachter abstößige Gefühle. Ich würde sagen, das Cover erfüllt seinen Zweck, oder?

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