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Rezension: Göttlich verloren (Göttlich-Trilogie 2)

Von Anfang an fesselnder Einstieg und tolle Fortführung nach dem ersten Band

Cover Göttlich verloren Copyright: © 2012 Verlag Friedrich Oetinger GmbH
Cover Josephine Angelini „Göttlich verloren“ (Göttlich Band 2) Copyright: © 2012 Verlag Friedrich Oetinger GmbH

Das Cover:

Auch hier wurde das Cover wieder, wie beim ersten Band von Hanna Hörl angefertigt. Das Mädchen wirkt auf diesem Bild wirklich etwas verloren, auch ein bisschen traurig. Die Anmutung der Malerei kommt hier besser heraus.

Das Buch:

Das 2. Band steigt direkt in die Geschichte ein und knüpft nahtlos an das erste Band an. Man taucht in die (Unter-)Welt der griechischen Mythologie ein, und Josephine Angelini versteht es mit kurzen und informativen Rückblenden in das 1. Buch, aber auch mit erklärenden Passagen der mythologischen Sage, dass der Leser sich nicht verloren fühlt. Es könnte auch von ihr eine selbst erfundene Mythenwelt sein.

Trotzdem ist es vom Vorteil, wenn man ein bisschen Ahnung hat, zumindest schon mal um diverse Kräfte und Eigenschaften der einzelnen Götter kennt.

Dieser Plott der Götter- und Halbgötterwelt, der Mythen und Sagen eignet sich hervorragend für eine Trilogie. Und die Autorin hat es verstanden die Mythen und Sagen, aufzugreifen und ihre Geschichte damit zu erzählen. Gibt es ihr auch die Möglichkeit besonders phantasievoll damit umzugeben und uns Leser in eine besondere Welt zu entführen.

Anders als im ersten Buch werden hier die Charaktere aber viel deutlicher und greifbarer beschrieben. Die Autorin beschränkt sich aber auch auf die wichtigeren und gibt ihnen dadurch mehr Gestalt und Raum.

Das Auftauchen von Orion hat das Beziehungsdrama und Gefühlschaos zwischen Lucas und Helen noch verstärkt. Klar, wer würde nicht Adonis von seiner Bettkante stoßen wollen?

Ich habe hier in diesem Buch mit Helen wirklich jeden Überlebenskampf in der Unterwelt mit gelitten, ihr Gefühlschaos zwischen Orion und Lucas mitempfunden. Großartig geschrieben in einer wirklich einfühlsamen und gut lesbaren Sprache. Auch die Perspektivenwechsel zwischen den einzelnen Personen empfinde ich als gelungen und gibt dem Leser etwas mehr Hintergrundinformationen, was der Geschichte aber um so mehr Spannung verleiht.

Der Spannungsbogen wird ebenfalls gekonnt aufgebaut und endet dann auch in einem fulminanten Showdown. Auch hier, wie im ersten Buch, konnten die Helden erst mal das augenscheinliche Übel soweit „besiegen“, trotzdem ist hier der Cliffhänger höher. Die große Katastrophe konnten sie leider nicht abwenden.
Die dem Leser schon aus dem ersten Band bekannte Lüge von Daphne über den Verwandschaftsgrad von Lucas und Helen, wurde im 2. Band immer noch nicht aufgeklärt – was auf ein weiteres spannendes und großes Gefühlschaos im 3. Band hoffen lässt.

Und Hector hat seinem Platz in meinem Herzen alle Ehre gemacht.

Hat mir sehr viel Spaß gemacht und werde gleich mit dem 3. weiterlesen.


Cover Göttlich verloren Copyright: © 2012 Verlag Friedrich Oetinger GmbH

Copyright: © 2012 Verlag Friedrich Oetinger GmbH
Einbandgestaltung: Hanna Hörl

» Oetinger Verlag GmbH, “Göttlich Verloren”, Josephine Angelini


  • Josephine Angelini (Autor), Hannah Hörl (Illustration), Simone Wiemken (Übersetzung)
  • Fester Einband: 512 Seiten
  • Erschienen bei Oetinger Verlag, Mai 2012
  • ISBN 978-3-7915-2626-3
  • Genre: Jugendbuch



Veröffentlicht von

Nana Shar

Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik. » Alle Beiträge von Nana Shar

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