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Rezension: 19 – Das erste Buch der magischen Angst

Ewiglich das gleiche Schema, leider nichts Neues

Cover "19 - Das erste Buch der magischen Angst"  Copyright: © 2018 Rose Snow (Selbstpublikation)
Cover „19 – Das erste Buch der magischen Angst“ Copyright: © 2018 Rose Snow (Selbstpublikation)

Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder einem Buch von Rose Snow gewidmet. Obwohl ich das erste Band der Lügenwahrheit nicht so gut fand, habe ich auf meine Book-Seelenschwester Nicole gehört, die mir die 19 Trilogie empfohlen hat. So war ich doch sehr auf 19 gespannt.

Coverbild

Das Cover ist ganz im Stile von Rose Snows bisherigen Büchern gestaltet. Im Mittelpunkt steht die Zahl 19 auf einem silbergrauen Hintergrund. Im unteren Viertel erkennt man die Stadt New York und einen Rabenvogel im Vordergrund. Die Kombination gefällt mir sehr gut, und passt in die typische Gestaltung aller Rose Snow Bücher, die in Selbstpublikation erschienen sind.

Handlung

Die junge Studentin Widney hat das Glück in New York ein Zimmer in einer ziemlich coolen WG gefunden zu haben, und das für einen Spotpreis. Und obwohl jeder WG-Mitbewohner so seine Macke hat, findet sich Widney schnell ein. Wäre da nicht der schwarze Rabe, der sie plötzlich seit ihrer Ankunft in New York verfolgt. Und auch die Mitbewohner scheinen ein Geheimnis zu haben. Und plötzlich beginnt sich in Widney eine Gabe zu entfalten und zwar genau an ihrem 19. Geburtstag.

Buchlayout / eBook

Die 322 Seiten werden in 24 angenehme Kapitel eingeteilt. Jedes Kapitel wird mit der Zahl, und der Grafik eines Raben eingeführt und der erste Buchstabe mit einer Initiale. Das ist hübsch und gefällt mir.

Idee / Plot

Leider bin ich von der Idee nicht so wirklich überzeugt. Es ist und bleibt ewig der gleiche Plot bei Rose Snow. Ein junges Mädchen entdeckt eine Gabe an sich, und der Loveinterest hat zufälligerweise ebenfalls die gleich oder eine ähnliche Gabe. Und wieder gibt es eine gute Seite und eine böse Seite, und nur gemeinsam können Sie das Unheil abwenden. Aber natürlich ist er von der anderen Seite. Ich finde das einfach schade, dass Rose Snow es nicht schaffen, aus diesem Muster auszubrechen und mal eine ganz neue Idee ausarbeiten.

Emotionen / Protagonisten

Rose Snow haben sich bemüht wirklich sehr unterschiedliche Charaktere auszuarbeiten, gerade was die WG Mitbewohner angeht. Das ist ihnen ganz gut gelungen, wirkt aber doch oft gezwungen und etwas übertrieben.

Widney hingegen ist eine typische Protagonistin. Unschuldig, ahnungslos und gutmütig. Sie leidet sehr am Verlust ihres Bruders, dessen Tod sie mit eigenen Augen gesehen hat. Hier kann ich auch gut mit ihr fühlen und finde das auch sehr berührend. Trotzdem bleibt sie eher passiv und kann mich nicht so ganz überzeugen.

Die Entwicklung der Beziehung zu Quentin allerdings kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Das ging mir doch ein wenig zu flott, zu vorhersehbar und ist insgesamt zu flach. Die Funken sind da bei mir nicht angekommen.

Er leidet an eine für junge Männer eher untypischen Krankheit, was natürlich sehr bedauerlich ist und der Story einen Touch Realität verleiht. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es das wirklich gebraucht hätte.

Furchtbar finde ich die klischeebehaftete „Beste Freundin“ Kim, die Widney auch prompt schon am ersten Unitag kennenlernt und die, wie in jedem Romantasy-Roman die Figur ist, die sich mehr für die Gabe der Protagonistin interessiert als diese selber, und ganze Abhandlungen dazu erfasst und sammelt. Wo ich mich frage, warum so ein Buch nicht auch mal ohne der nerdigen Best-Friend-Schublade auskommen kann.

Handlungsaufbau / Spannungsbogen

Leider schafft es der Handlungsaufbau mich auch nicht wirklich mitzureißen, obwohl der Einstieg schon mächtig gruselig war. Danach bleibt es aber lange unspektakulär und langatmig mit wenig wirklich emotionalen und spannungsgetriebenen Höhepunkten. Klar, es ist ein typischer Einführungsband einer Trilogie aber Rose Snow lassen sich mit der Einführung für mein Empfinden viel zu lange Zeit. Erst bei ca. 40 % geht die Geschichte mit einem krassen Traum los. Danach plätschert es wieder weiter bis man erst sehr viel später bei ca. 87% in einer geballten Ladung die Aufklärung der Gaben erhält. Aber es gab weder einen richtigen Höhepunkt noch einen krassen Cliffhanger.

Nein, es konnte mich leider nicht so packen. Ich merke das immer daran, dass ich dazwischen andere Bücher gelesen habe, die ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Szenerie / Setting

Da ich nie in New York war, kann ich wenig über das Setting sagen. Wir halten uns auch größtenteils in dieser super megageilen Loftwohnung auf, oder auf dem Unigelände. Trotzdem haben Rose Snow eine Gabe, die Umgebung immer schön bildhaft vor Augen zu führen. Manchmal auch ein bisschen zu detailliert, was leider auch kontraproduktiv zum schon unglücklichen Spannungsaufbau ist.

Sprache / Schreibstil

Sprachlich begeistern mich Rose Snow immer wieder. Gerade die sarkastischen Sprachduelle mag ich sehr und das können Ulli & Carmen wirklich gut. Ansonsten liest sich das Buch recht flüssig und nach jeder Unterbrechung bin ich immer wieder gut in die Geschichte reingekommen.

Meine Bewertungen
  • Coverbild
  • Buchlayout (eBook)
  • Idee / Plot
  • Handlungsaufbau / Spannungsbogen
  • Emotionen / Protagonisten
  • Szenerie / Setting
  • Sprache / Schreibstil
3

Kurzfassung

Anfangs sehr vielversprechend und gruselig, danach hat es aber sehr stark abgebaut und konnte mich nicht fesseln. Die Idee ist ewiglich die Gleiche ohne große Überraschungen oder Neuartigkeit. Wer Rose Snow so kennt und liebt, wird hier gut aufgehoben sein. Ich hatte mir aber mal was Neues oder Anderes erhofft aber nicht erhalten.

Cover "19 - Das erste Buch der magischen Angst" Copyright: © 2018 Rose Snow (Selbstpublikation)

Copyright: © 2018 Rose Snow & Anna Pfeffer Covergestaltung: Rose Snow & Anna Pfeffer

» Homepage Rose Snow & Anna Pfeffer
» Autorenseite bei Amazon.de


  • Rose Snow (Autor), Rose Snow (Illustration)
  • kindle Edition: 1547 KB (ca. 324 Seiten)
  • Erscheinungsdatum: 02.12.2018
  • Verlag: Selfpublishing
  • ASIN: B07L1ZGTFQ
  • Genre: Jugend-Fantasy, Urban-Fantasy

Veröffentlicht von

Nana Shar

Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik. » Alle Beiträge von Nana Shar

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