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März 2023

Lesestoff: Schaut, wie wir tanzen

Leila Slimani „Schaut, wie wir tanzen“ ©2024 btb Verlag
Leila Slimani „Schaut, wie wir tanzen“ ©2024 btb Verlag

Wo könnte man ein Buch über eine Familiensaga in Marokko besser lesen? Genau! In Marokko!

Der erste Band hat mich sehr beeindruckt und mir einen sehr guten, aber auch tiefen Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen Marokkos kurz nach dem 2. Weltkrieg gegeben – also in die Generation der Großeltern meines Mannes.

Im zweiten Band erlebe ich Marokko nun aus der Perspektive meiner Schwiegereltern. Wie passend, dass meine Schwiegermutter ebenfalls Aïcha heißt, genau wie die Tochter von Matilde, die nun die Hauptperspektive des Buches einnimmt.

Ich bin schon sehr gespannt auf diese Fortsetzung und freue mich auf die Einblicke in das Marokko der 60er- und 70er-Jahre.

Über das Buch (formally known as Klappentext)

Im Sommer 1968 kehrt Aïcha Belhaj nach vier Jahren Medizinstudium in Straßburg nach Marokko zurück. In Frankreich gehen die Studenten auf die Straße, von den Barrikaden tönt der Ruf nach gesellschaftlicher Veränderung. Doch in ihrer Heimat trifft die angehende Ärztin auf eine erstarrte Welt. Die Farm von Aïchas Vater floriert zwar, die Familie allerdings ist zerrissen. Ihr Bruder Selim verschwindet in einer Hippiekommune an der Küste und versinkt im psychodelischen Drogenrausch. Wie soll Aïcha sich behaupten in einem Land, in dem bisher nur Männer Ärzte sind und das von einem autoritären König regiert wird? Am Abend der Mondlandung begegnet sie in einer Strandbar bei Casablanca einem Wirtschaftsstudenten, den alle nur »Karl Marx« nennen. Er ist Teil einer intellektuellen Jugend, die das Land erneuern möchte. Kann Aïcha mit ihm ihren Traum von einem unabhängigen Leben verwirklichen?

Leila Slimani „Schaut, wie wir tanzen“ ©2024 btb Verlag

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