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    Lesestoff: Das Erbe des Totenwäschers: Ein islamischer Familienroman

    Lesestoff: Das Erbe des Totenwäschers: Ein islamischer Familienroman

    Das Erbe des Totenwäschers: Ein islamischer Familienroman ©2025 Maria Nouria
    Das Erbe des Totenwäschers: Ein islamischer Familienroman ©2025 Maria Nouria

    Auch ein Mitbringsel von der Augsbuchmesse, der neue Roman von Maria Nouria. Mir ist Maria schon öfter in den sozialen Medien aufgefallen, da ich es besonders spannend finde, dass sie ihre Geschichten im orientalischen oder genauer auch im maghrebischen Setting ansiedelt. Mein Mann ist Marokkaner, so wie bei Maria, und natürlich ist der Maghreb oder das arabische Setting für mich besonders spannend. Vor allem, da es einen doch ein bisschen an 1001 Nacht erinnert.

    Als ich an ihrem Stand war, konnte ich mich zunächst nicht entscheiden, welches spannende Buch ich von ihr mitnehmen möchte. Ich habe mich dann für ihre neueste Ausgabe entschieden, so vielversprechend waren die Leseproben und Klappentexte. Aber zunächst habe ich mich erst mal für „Das Erbe des Totenwäschers“ entschieden, und ich freue mich schon drauf!

    Über das Buch (formally known as Klappentext)

    Jede Seele wird den Tod kosten Elias Zitouni ist ein erfolgreicher Jungunternehmer, der auf der ganzen Welt zu Hause ist. Unvorbereitet trifft ihn die Nachricht vom Tod von Moaz Hilal, der für ihn in seiner wilden Kindheit wie ein Vater war. Ausgerechnet er soll dessen letzte Waschung übernehmen, die eigentlich den engsten Verwandten vorbehalten ist. Unverzüglich macht er sich auf in das verschlafene Dorf seiner Jugend. Mona Hilal leitet eine Frühstückspension, in die sie sich seit zehn Jahren verkriecht. Als ihr Großvater Moaz stirbt, bricht ihre Welt zusammen. Er hinterlässt ganz genaue Anweisungen, die ein Wiedersehen mit dem Mann beinhalten, der vor zwölf Jahren so abrupt aus ihrem Leben verschwand. In seinem Testament vermacht er beiden jeweils eine hohe Summe, wenn sie für sechs Wochen ihre Leben tauschen. Je tiefer sie sich darauf einlassen, desto mehr drängt sich die Frage auf: Was hat Moaz damit wirklich bezweckt?

    Maria Nouria „Das Erbe des Totenwäschers: Ein islamischer Familienroman“ ©2025 Maria Nouria

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    Kurzmeinung: Yellowface

    Kurzmeinung: Yellowface

    Rebecca K. Fuang „Yellowface“ ©2024 Bastei Lübbe Verlag
    Rebecca K. Fuang „Yellowface“ ©2024 Bastei Lübbe Verlag

    Das Buch war überraschend spannend und fesselnd. Von Anfang an begleitet man die wenig erfolgreiche Autorin June Hayward, die zufällig an ein interessantes Manuskript ihrer erfolgreicheren Kollegin Athena Liu gelangt und dieses unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht. Aus der Perspektive der Protagonistin June klingt alles schlüssig, und man entwickelt tatsächlich so etwas wie Zuneigung zu ihr – obwohl man genau weiß, dass ihr Handeln nicht rechtens ist. June ist jedoch vollkommen davon überzeugt, nichts Unrechtes zu tun, und schildert uns Lesenden ihre Beweggründe so unvoreingenommen und nachvollziehbar, dass man fast Sympathie für sie empfindet. Irgendwann ist der Zug abgefahren, und für June gibt es – aus ihrer Sicht – kein Zurück mehr.

    Die Geschichte regt zum Nachdenken an und ist eine scharfe Kritik an der aktuellen Buchszene mit ihrer toxischen „Buchbubble“. June wird getrieben von der Aufmerksamkeit, die sie in den sozialen Medien erhält – und natürlich kippt die Situation irgendwann. Das Buch hält der Szene einen Spiegel vor: Hype und Cancel Culture, alles oder nichts, und notfalls wird sprichwörtlich über Leichen gegangen. Gekonnt wird dies hier auf die Spitze getrieben. Und ja, Plagiate sind leider keine Seltenheit, ebenso wie das völlige Fehlen eines Schuldbewusstseins bei manchen plagiierenden Autor:innen, die über soziale Medien sogar noch damit kokettieren.

    Eine sehr kurzweilige Geschichte, die mir unheimlich Spaß gemacht hat.

    Über das Buch (formally known as Klappentext)

    June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten »ganz normaler« weißer Mädchen, so sieht es June zumindest. Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs. June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will.

    Rebecca K. Fuang „Yellowface“ © 2024 by Bastei Lübbe AG,
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    Lesestoff: Yellowface, Rebecca K. Fuang

    Lesestoff: Yellowface, Rebecca K. Fuang

    Rebecca K. Fuang „Yellowface“ ©2024 Bastei Lübbe Verlag
    Rebecca K. Fuang „Yellowface“ ©2024 Bastei Lübbe Verlag

    Dieses Buch wollte ich schon sehr lange lesen – und plötzlich taucht es bei Kindle Prime auf. Klar, dass ich es sofort herunterlade! Jetzt muss ich nur noch sehen, wie ich das mit meinem aktuellen Testbuch unter einen Hut bekomme. Aber ich denke, das wird schon klappen.

    Besonders reizt mich das Thema, weil man in der Buchbubble doch immer wieder von Plagiatsvorfällen hört – und diese tatsächlich auch regelmäßig passieren. Spannend finde ich vor allem das verschobene Rechtsbewusstsein derjenigen, die so etwas tun, oft ohne sich wirklich bewusst zu sein, was sie da eigentlich machen. Gerade in der heutigen Zeit mit KI halte ich dieses Thema für besonders wichtig. Nicht nur, weil KI sich aus urheberrechtlich geschützten Texten bedienen kann (und es vermutlich auch tut), sondern auch, weil ein Bewusstsein dafür geschaffen werden muss, wie wir mit Texten – und ebenso mit Bildern – umgehen, die wir nicht selbst erschaffen haben, und welche Rolle KI dabei spielt.

    Was erwarte ich mir von diesem Buch? Auf jeden Fall gute Unterhaltung!

    Über das Buch (formally known as Klappentext)

    June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten „ganz normaler“ weißer Mädchen, so sieht es June zumindest.

    Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs.

    June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will.

    Rebecca K. Fuang „Yellowface“ ©2024 Bastei Lübbe Verlag
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