
Darauf hatte ich mal wieder Lust: einfach ein dickes Buch lesen, das nicht gerade gehypt wird, bei dem es einige Rätsel gibt und in das man sich einfach fallen lassen kann. Ohne Spice, ohne irgendeinen „Trope-Overflash“ … Und was ich bekommen habe, ist eine durchweg spannende Geschichte! Auch wenn ich am Anfang gedacht habe, dass ich es schade finde, dass Langdon schon alles über die Illuminati weiß – wir also nicht am Lösen der ersten Rätsel beteiligt sind –, hat sich die ganze Geschichte erstaunlich gut aufgebaut. Obwohl mir klar war, dass es einige Plottwists geben wird (und ich schon instinktiv wusste, wer der wirklich Böse sein wird), hat es mich durchweg gepackt, und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen.
Aber was macht das Buch so besonders? Eigentlich nicht der Thriller selbst, nicht die Spannung, nicht die Rätsel des erleuchtenden Pfades, nicht die mysteriösen Illuminati oder der Gedanke, dass es diesen Geheimbund vielleicht immer noch geben könnte. Auch nicht der (für mich erzwungene und völlig überflüssige) sexistische Gewaltaspekt. Nein – vielmehr ist es die Frage nach „Was ist Gott? Wer ist Gott? Und wie zeigt sich Gott?“
Das ist letztlich eine hochphilosophische Fragestellung: die Auseinandersetzung zwischen der wissenschaftlichen Welt und der Religion, dem Glauben – hier verkörpert durch den Katholizismus als eine der einflussreichsten und mächtigsten Ausprägungen. Wo liegen die Unterschiede, und wo die Gemeinsamkeiten? Können Religion und Wissenschaft nicht nebeneinander existieren? Und warum gibt es überhaupt Religion – den Glauben an etwas „Darüber“?
Gleichzeitig wird deutlich, dass gerade diejenigen, die diese beiden Philosophien leben und repräsentieren, oft mit den härtesten Bandagen gegeneinander kämpfen – und das auch über Leichen hinweg –, während doch jeder für sich seine eigene Wahrheit beansprucht.


![[ᶜᵘʳʳᵉᶰᵗˡʸʳᵉᵃᵈᶤᶰᵍ] - Oh, wie genial ist das denn?????
Ich habe vom Wilhelm Heyne Verlag dieses extrem tolle Buch bekommen! Damit habe ich ja gar nicht gerechnet! Ich liebe Jessica Winter und ihre unglaublich berührenden Romance-Geschichten.
Ich lese jedes Buch von ihr blind – da lese ich gar nicht erst den Klappentext, weil ich einfach weiß, dass es wieder eine Geschichte wird, die unter die Haut geht.
Und auf dieses Buch bin ich richtig gespannt! Ich habe schon die ersten 20 % gelesen und bin jetzt schon voll drin! Ich liebe besonders Jessicas unglaublich flüssigen und gleichzeitig humorvollen Schreibstil. Die Story startet auch direkt, ohne große Erklärungen oder lange Einleitungen.
Noch ist nicht ganz klar, warum Asher so schlecht auf Tori zu sprechen ist und was damals passiert ist, aber es wird schon sehr deutlich, dass etwas Schlimmes vorgefallen sein muss. Umso spannender ist es natürlich, wie es jetzt weitergeht!
Und das Buch ist einfach so schön geworden. Das Cover ist zwar typisch für dieses Genre, aber ich liebe besonders die wunderschönen Illustrationen, bei denen man sofort erkennt, wie liebevoll sie gezeichnet wurden.
» N.
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