Schlagwort: Romantasy

  • Weiterlesen: Rezension: Blood & Ash (Liebe kennt keine Grenzen 1)
    Rezension: Blood & Ash (Liebe kennt keine Grenzen 1)

    Rezension: Blood & Ash (Liebe kennt keine Grenzen 1)

    Jennifer L. Armentrout “Blood & Ash – Liebe kennt keine Grenzen 1” ©2021 Heyne Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH)
    Jennifer L. Armentrout “Blood & Ash – Liebe kennt keine Grenzen 1” ©2021 Heyne Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH)

    Großes Kino! Prickelnde Lovestory in einem klasse Fantasy-Setting

    Das Erste, was ich von dem Buch gehört hatte, war die Kritik einer meiner liebsten Buchfreundinnen, die es nach dem ersten Drittel abgebrochen hatte, weil sie es langweilig fand. Da ich von meinem letzten Armentrout Dunkelglanz – Obsession recht enttäuscht war (eher ein Bumsbuch als ein Spin-off von meiner geliebten Obsidian-Reihe), traute ich mich nicht an dieses heran. Aber meine Tochter wünschte es sich zu Weihnachten und war super begeistert. Also, habe ich es mir doch noch mal zur Brust genommen und muss sagen, es hat mich ebenso begeistert – übrigens meine Buchfreundin dann auch, die es daraufhin doch noch beendete.

    Und ja, es ist mir klar, warum dieses Buch teilweise auf extrem widersprüchliche Resonanz stößt. Ich bin begeistert, sehe aber, dass in Amerika, oder bzw. eher bei der Autorin der merkwürdige Trend des dermaßen übertriebenen Aufschreis nach absolut antitoxische und gewaltfreie Romance-Literatur noch nicht angekommen ist – oder sie es bewusst umgangen hat? Ja, mir gefällt diese Story, ich bin aber auch gefestigt und kann literarische Fiktion von erträumter Realität unterscheiden. Wer gerne die Trigger- oder Toxik-Keule schwingt, sollte sich dieses Buch einfach nicht antun – und vielleicht meine Rezension auch nicht.

    Coverbild

    Das Cover ist wie bei einem typischen High-Fantasy-Buch. Auf einem recht dunklen, Holz anmutenden Hintergrund mit blutroten Ahornblättern dazwischen, liegen überkreuzt ein Dolch und ein Pfeil. Mittig in großen Lettern ist der Buchtitel in einer plastisch hervorgehobenen Serife gesetzt. Der Autorenname steht oben drüber, der Reihentitel darunter. Es ist eine gute Arbeit, aber meiner Meinung nach jetzt nichts besonderes. Der gezeigte Inhalt passt aber zu den Elementen aus der Story.

    Handlung

    Penellaphe lebt am Hofe des Herzogpaares Teerman und anderen Aufgestiegenen, die durch die Gunst der Götter von Sterblichen zu höheren Wesen aufgestiegen sind. Ihre Eltern hat sie als junges Mädchen bei einem Überfall von Kreaturen, den Hungernden, verloren und viele Narben davon getragen. Aber deswegen muss sie nicht ihr Gesicht verhüllen, sondern weil sie die Auserwählte ist, die niemand bis zu ihrem Aufstiegsritual weder berühren noch sehen darf, geschweige denn überhaupt Kontakt zu ihr haben darf, außer ihre beiden Leibwächter und ihrer Zofe Tawny. Denn der dunkle Prinz, ein Sohn des verfeindeten Königpaares des untergegangenen Reiches Antlantia, trachtet nach ihrem Leben. Als dunkle Nachkommen, die Anhänger des dunklen Prinzen, ihren Leibwächter Rylan umbringen, tritt der Mädchenschwarm Hawke als neuer Leibwächter in ihr Leben, der sie von Anfang an ganz anders behandelt. Er nimmt sie in ihren Bedürfnissen ernst und erweckt neue Emotionen in ihr.

    Buchlayout

    Das Buch umfasst ganze 666 Seiten, die in 41 Kapitel aufgeteilt sind. Jedes Kapitel wird mit der Nummer in einer gezeichnete Banderole gesetzt, die ersten Wörter des Kapitels sind in Versalien. Ansonsten bleibt die Klappenbroschur schmucklos. Ich vermisse zumindest ein Glossar, in dem ein bisschen die unterschiedlichen Völker und Wesen beschrieben werden, da es zu Anfang doch arg verwirrend ist.

    Idee / Plot

    Die Idee ist ansich nicht wirklich neu. Ein unwissendes Mädchen entdeckt die grausame Welt, das Böse ist vielleicht gar nicht so schlecht, obwohl es auch Blut an seinen Händen trägt. Besonders hervorzuheben ist aber die unterschwellige Kritik, die Armentrout hier herausgearbeitet hat. Das blinde Verfolgen einer machthabenden Spezies, die das Volk mit Lügen und Intrigen klein hält und von sich abhängig macht. Eine Spezies, das das Volk auf religiöse, ja sogar sektenhafte Art und Weise blind in ihr Verderben rennen lässt und ihr Tun und Handeln auf verlogene Traditionen stützt, nur um sich selber zu bereichern und am Leben zu erhalten.

    Emotionen / Protagonisten

    Okay, Poppy steht manchmal eeeecht auf der langen Leitung. Es gab viele Anzeichen, die dem Leser einiges auch schon klarer sehen haben lassen, als der Protagonistin – aber irgendwie macht das auch den Charme der Geschichte aus. Einerseits ist sie enorm naiv, da sie auch durch ihren Status sehr unterdrückt und klein gehalten wird und bisher keine Erfahrung sammeln konnte. Andererseits hat sie auch starke Seiten. Sie lässt sich von ihrem Leibwächter in Bogenschießen und Nahkampf ausbilden und beginnt heimliche Ausflüge in die Umgebung, um aus ihrem Käfig auszubrechen und irgendwie einen Hauch von Lebendigkeit zu spüren. Ich finde das schon tough und bewundernswert, weil sie dann trotzdem immer wieder in Fettnäpfchen stolpert. Als Die Jungfräuliche hat sie natürlich keinerlei Erfahrung in Sachen Liebe und den Bedürfnissen, denen eine junge Frau normalerweise in dem Alter nachspüren möchte. Deswegen fand ich es besonders schön, wie sie ihre eigenen Bedürfnisse entdeckt. Und, ja klar, verknallt sie sich in den verdammt attraktivsten Kerl am ganzen Hof – ist schon klar, dass so ein Roman auch nicht ganz ohne Klischees auskommt. 

    Hawke ist einfach nur – wow! Klar, spannen wir Leser schon, wer er eigentlich ist, aber das macht das Ganze ja auch unglaublich witzig, seine Sprüche und ihr Schlagabtausch, da Poppy auch nicht auf den Mund gefallen ist. Poppy ist ja auch manchmal so arglos und übersieht einfach prompt alle Hinweise und ja, auch Alarmglocken. Und zwischen den beiden knistert es gewaltig – Huuuiiii!

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Mit dem Spannungsbogen muss ich meiner lieben Buchfreundin recht geben, das erste Drittel ist unheimlich langatmig und es wird erst mal ihr Leben am Hof erzählt. Dabei wird auch gar nicht darauf eingegangen, ob der Leser die Zusammenhänge versteht, sondern erst mal alles so in den Raum geworfen. Ich weiß auch nicht, ob man das hätte besser machen können, aber ich verstehe, warum Armentrout hier am Anfang eher seicht ist, um einfach die Offenbarung, die Poppy dann durchmacht, besser verstehen zu können. Ab einer bestimmten Schlüsselszene geht das Buch voll ab und der Spannungsbogen schraubt sich von Kapitel zu Kapitel in die Höhe und immer mehr Zusammenhänge werden klarer. Es war vieles voraus erahnbar als Leser, aber deswegen war es um so spannender mitzuerleben, wie der Groschen bei Poppy fällt.

    Szenerie / Setting

    Es ist ein Fantasy-Setting mit den typischen altertümlichen Elementen. Ich habe recht spät geschnallt, dass es sich um Vampire handelt, aber insgesamt fand ich den Weltenaufbau sehr gelungen. Gerade, weil vieles nicht so stumpf offensichtlich war.

    Sprache / Schreibstil

    Sprachlich hat es mir gut gefallen, und Armentrout konnte mir alles gut bildlich und vor allem fesselnd darstellen. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive aus Penellaphes Sicht im Präteritum geschrieben. Es lässt sich super flüssig lesen, obwohl es im ersten Drittel noch nicht so recht in Schwung kommt.

    Die expliziten Stellen fand ich enorm gut geschrieben. Ich habe auch schon anderes von Armentrout gelesen und war nicht so begeistert. Aber hier muss ich ehrlich sagen, fand ich es wirklich gut, mit sehr viel Feingefühl und auch so, dass sich auch die Frau das holt und einfordert, was sie möchte. Trotz aller Triebe hat er immer darauf geachtet, dass er nicht weiter geht als sie es ihm erlaubt.

    Jennifer L. Armentrout “Blood & Ash – Liebe kennt keine Grenzen 1” ©2021 Heyne Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH)
    Jennifer L. Armentrout “Blood & Ash – Liebe kennt keine Grenzen 1” ©2021 Heyne Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH)

    Copyright: © 2021 Jennifer L. Armentrou – Heyn Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH)
    Umschlaggestaltung: DAS ILLUSTRAT unter Verwendung des Originalentwurfs von Hang Lee
    » Jennifer L. Armentrout Homepage
    » Jennifer L. Armentrout auf Amazon

    • Jennifer L. Armentrout (Autor), Sonja Rebernik-Heidegger (Übersetzer)
    • Klappbroschur: 672 Seiten
    • Heyne Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (12. Juli 2021)
    • ISBN: 978-3453321410
    • Genre: Romantasy, Jugend-Fantasy
    Großes Kino! Prickelnde Lovestory in einem klasse Fantasy-Setting










    • Coverbild










    • Buchlayout (eBook)










    • Idee / Plott










    • Emotionen / Protagonisten










    • Handlungsaufbau / Spannungsbogen










    • Szenerie / Setting










    • Sprache / Schreibstil

    4.1









    Zusammenfassung

    Große Überraschung! Trotz anfänglich etwas schwierigem Einstieg holt das Buch gegen Ende alles aus sich raus und hat mich richtig überrascht! Toller Sprachstil in einem großartigen Setting und einer aufregenden und prickelnden Liebesgeschichte. Ganz großes Kino! Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht, deswegen habe ich Band 2 jetzt auf Englisch angefangen.

    Nana Shar

    Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik.

  • Weiterlesen: Rezension: Wie die Nacht so hell – Midnight Princess Band 1
    Rezension: Wie die Nacht so hell – Midnight Princess Band 1

    Rezension: Wie die Nacht so hell – Midnight Princess Band 1

    Asuka Lionera “Wie die Nacht so hell – Midnight Princess 1” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag
    Asuka Lionera “Wie die Nacht so hell – Midnight Princess 1” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag

    Spannende und mystische Welt in wortgewandter Ausarbeitung mit etwas seichter Entwicklung

    Eigentlich habe ich gerade ein anderes Buch gelesen, aber als bei Netgalley das Angebot zu Midnight Princess von Asuka Lionera kam, konnte ich mich nicht zurückhalten und habe es angefordert. Der Klappentext klang schon sehr interessant. Von der Autorin wollte ich unbedingt mal was lesen, denn bis jetzt hatte ich noch keinen Titel von ihr in den Händen gehalten. Ich danke dem Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar.

    Coverbild

    Auf einem durchgehend nachtblauen Hintergrund ist in der Mitte eine weiße weibliche Silhouette zu sehen, die eine Blüte in der Hand hält. Um den Scherenschnitt herum kann man mehrere Dinge erkennen wie links ein Schloß mit hohen Türmen und rechts eine männliche Gestalt mit einem Hund. Alles nur mit unterschiedlichen Blautönen abgesetzt. Nur um die Blume herum kann man einen leichten Lilaton erkennen. Der Titel ist in einer plastisch hervorgehobenen Serife im unteren Drittel des Bildes platziert. Das Cover stammt von Alexander Kopainski und gefällt mir persönlich besonders gut, da es zwar von außen betrachtet eher unscheinbar ist, aber beim genauen Hinsehen die filigrane Arbeit sichtbar wird, und es sehr gut zu der Story passt.

    Handlung

    Vanya, die Prinzessin von Südgand lebt getrennt von ihrer Familie und verborgen in einem abgeschiedenen Dorf. Denn keiner darf davon erfahren, dass sie die hundertste Prinzessin von Südgang ist und einer Legende nach den Fluch, der auf  den Ländern Nordgand und Südgand liegt, brechen könnte. Auch ihre Gabe, Blütenblätter zu weinen und Dornenranken aus ihren Händen zu formen, muss verborgen bleiben. Besonders leidet Vanya unter dem Fluch Südgands, keine Liebe empfinden zu dürfen, die einen Südgander tötet. Um einer Vermählung eines schmierigen Südganders zu entkommen, flüchtet Vanya in das verfeindete Nordgand auf den Hof der ewigen Mitternacht, in das Land dem der Fluch alles Leben genommen hat. Dort trifft sie auf den sonderbaren Kenric, der anders als die anderen Bewohner Nordgands ist und in ihr die verbotenen Gefühle weckt.

    Buchlayout / eBook

    Die Gestaltung des eBooks, ist recht schlicht. Die 497 Seiten werden in 49 Kapitel aufgeteilt und jeweils nur mit Kapitel, der Nummer und dem Namen, aus dessen Perspektive das Kapitel geschrieben wurde, eingeleitet. Ansonsten gibt es keine weiteren Informationen oder Ausschmückungen.

    Idee / Plot

    Dem einem Land wurde die Liebe genommen, dem anderen das Leben. Was wird aus einer Gesellschaft, die nicht lieben darf? Und was, wenn sie kein Leben mehr hat und kein Leben mehr geschenkt bekommt? Der Weltenaufbau, den die Autorin hier geschaffen hat, ist schön und vor allem interessant. Zwei Reiche, die jeweils unter ihrem eigenen Fluch stehen. Aber dem Leser wird schnell klar, dass sie nur gemeinsam den Fluch wahrscheinlich brechen können, die eine schenkt Leben, der andere schenkt Liebe. Kein Leben heißt aber auch keine Sonne und kein Licht. Und die Nordgander, die eh schon Magie wirken konnten, haben sich so sehr an ihre Umgebung angepasst, dass Sie im Dunkeln sehen können. Wir sind in diesem ersten Band noch am Anfang der Geschichte und ich vermute, dass viele Fragen noch in den nächsten Bänden geklärt werden. Bis hierhin hat mir die Idee sehr gut gefallen.

    Emotionen / Protagonisten

    Ja, ein bisschen naiv und sogar etwas kindisch empfinde ich Vanya schon. Sie bricht aus Südgand aus, geht mit den Auserwählten nach Nordgand, denn alle drei jahre werden 3 junge Frauen ausgewählt, die nach Nordgand gehen müssen um dort – so glauben sie – ein besseres Leben führen werden. Vanya glaubt dort etwas zu finden, mit dem sie ihre Eltern überzeugen kann, nicht mit dem abstößigen Casimir aus Südgand verheiratet werden zu müssen. Sie sucht Anerkennung bei ihren Eltern, die sie früh verstoßen haben – zu ihrer eigenen Sicherheit. Denn sie ist die hundertste Prinzessin, die laut einer Sage den Fluch beider Länder brechen kann. Deswegen verstehe ich da nicht ganz, warum sie so etwas blauäugig nach Nordgand loszieht, ohne sich irgendwie vorher mehr über dieses verfeindete Land zu informieren. Auch geht sie mir in der unbekannten und recht feindlichen Welt ziemlich unbedacht mit allem rum – das passt nicht so ganz zu dem ganzen Setting.

    Kenric finde ich toll und er hat noch einige Geheimnisse, die ich gerne aufgelöst haben möchte. Er ist mysteriös, aber er kümmert sich sehr um Vanya. Auch sein Leid aus einer vergangenen Geschichte ist präsent und greifbar. Besonders prickelnd empfand ich Kenrics Magie, die etwas ganz zartes und emotionales in sich trägt – hat mir sehr gut gefallen! Anfangs empfindet Vanya ihn als überheblich und herablassend, was ich so gar nicht nachempfinden kann. Die Entwicklung zwischen den beiden konnte ich dafür wirklich schön miterleben.

    Sie bewegt die Finger, streicht behutsam über die Schatten, sie sich sofort aus eigenem Willen in ihre Berührung schmiegen. Ein wohliger Schauer rieselt meine Wirbelsäule hinab, als würde meine Magie ihre Freude mit mir teilen wollen.“

    Asuka Lionera „Midnight Princess – Wie die Nacht so hell“ Pos. 3094 (eBook, ©2021 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Ich hätte mir die Geschichte insgesamt etwas straffer gewünscht, obwohl es von Anfang an sehr rätselhaft alles ist. Ansich ist der Aufbau sehr gelungen und schön, aber an manchen Stellen wiederholt sich Vanya sehr oft und das lässt das Ganze etwas langatmiger wirken, zumal auch der Spannungsbogen sehr langsam anstieg – und meiner Meinung nach es auch kaum wirklich spannende Wendungen oder Höhepunkte gab. Trotzdem mochte ich den Handlungsaufbau, den Weltenaufbau und die Geschichte insgesamt, und bin schon sehr neugierig, wie es mit den Beiden weitergeht! Das Buch endet in einem kleinen Cliffhanger, der aber eigentlich abzusehen war.

    Szenerie / Setting

    Der Weltenbau ist sehr interessant, aber mir fehlt etwas mehr Ausschmückung im Detail. Natürlich ist das eine Gratwanderung, da die Story eh schon etwas seicht ist, würden dann mehr Beschreibungen das Ganze wahrscheinlich nur noch mehr in die Länge ziehen. Trotzdem gefiel mir die gruselige Vorstellung des dunklen Landes, das seit Jahrhunderten kein Sonnenlicht mehr gesehen hatte und dort kein Leben mehr herrschen kann.

    Sprache / Schreibstil

    Besonders gut aber hat mir der Schreibstil von Asuka Lionera gefallen, auch wenn sie mir hin und wieder Ausdrücke und Gedanken zu oft wiederholt hat. Die Autorin hat eine wunderbar bildhafte und ausdrucksstarke Sprache, ohne überkandidelt zu sein. Zunächst erleben wir die Geschichte aus Vanyas Perspektive als Ich-Erzähler im Präsenz. Ab der Mitte des Buches wechseln sich die Kapitel mit Kenrics Perspektive als Ich-Erzähler ab, was ich als sehr gut empfand, um auch seine Sicht der Geschichte kennenzulernen.

    »Ich dachte, du hättest eine Idee.« Wieder schwingt eine gehörige Portion Genugtuung in ihrer Stimme mit. »Sonst weißt du doch auch alles.«

    Mir sollte es nicht derart gefallen, wenn sie mich verspottet. Mich neckt und auf meine Erwiderung wartet.

    Doch das tut es.“

    Asuka Lionera „Midnight Princess – Wie die Nacht so hell“ Pos. 2769 (eBook, ©2021 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag)
    Asuka Lionera “Wie die Nacht so hell – Midnight Princess 1” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag
    Asuka Lionera “Wie die Nacht so hell – Midnight Princess 1” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag

    Copyright: © 2021 Asuka Lionera – Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag
    Umschlaggestaltung: Alexander Kopainski unter Verwendung von Bildern von Shutterstock.com: popovartem.com/Joshua Small-Photographer/Michael Hinkle/963 Creation/mauluddin/yevgeniy11/Chipmunk131/Karma3/Elena Kharichkina/faestock/tomertu/Anci Valiart/Allgusak
    » Asuka Lionera Homepage
    » Asuka Lionera auf Amazon

    • Asuka Lionera (Autor), Alexander Kopainski (Illustration)
    • eBook: 3796 KB (497 Seiten)
    • Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag (17. Dezember 2021)
    • ASIN: B09L89GJB6
    • Genre: Romantasy, Jugend-Fantasy
    Spannende und mystische Welt in wortgewandter Ausarbeitung mit etwas seichter Entwicklung










    • Coverbild










    • Buchlayout (eBook)










    • Idee / Plott










    • Emotionen / Protagonisten










    • Handlungsaufbau / Spannungsbogen










    • Szenerie / Setting










    • Sprache / Schreibstil

    3.7









    Zusammenfassung

    Vor allem Lioneras Sprachstil und Weltenaufbau hat mir an diesem Buch sehr gut gefallen. Auch wenn es eine etwas seichtere Geschichte ist und mir so ein wenig der Schwung und das i-düpferlchen fehlt, möchte ich auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht!

    Nana Shar

    Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik.

  • Weiterlesen: Rezension: Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel
    Rezension: Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel

    Rezension: Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel

    Julia Dippel – “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” © 2021 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)
    Julia Dippel – “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” © 2021 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)

    GI.GAN.TISCH! Ein Tornado an Emotionen und ein episches und passendes Finale!

    Zunächst einmal muss ich hervorheben, dass ich dieses Buch schon vorab in der Entstehungsphase als finale Meinung lesen durfte und ich mich gemeinsam mit der Cassardim-Delegation intensiv mit der Autorin ausgetauscht habe. Deswegen kann ich natürlich nicht mehr objektiv an die Bewertung dieser Geschichte ran gehen. Ich danke der Autorin Julia Dippel aus tiefstem Herzen für ihr Vertrauen und freue mich, dass ich ihr durch meinen Emoji-Live-Ticker meine Gefühle beim Lesen vermitteln konnte. Ich danke auch dem Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar und für die gemeinsame Zusammenarbeit in der Cassardim-Delegation.

    Ich kann Euch in dieser Rezension wirklich nur meine Gefühle während des Lesens vermitteln. Diese Rezension enthält Spoiler zu den Vorbänden, deswegen bitte nicht lesen, wer die Reihe noch nicht kennt.

    Coverbild

    Das Coverbild gefällt mir von den Dreien nun am besten. Diesmal sieht man beide Protagonisten, Amaia und Noár. Ich weiß, dass bei Band 1 die Coverdiskussion nicht sehr schön war. Deswegen wurden das Cover zu Band 2 und auch zu diesem Buch in Zusammenarbeit mit der Autorin von der Illustratorin Marie Graßhoff erstellt. Dabei ging es vor allem darum, den Look beizubehalten und trotzdem ein schönes Cover zu erschaffen, was hier auch sehr gut gelungen ist. Vor allem passt es in die Reihe.

    Handlung

    Um Cassardim zu retten und das Chaos aufzuhalten, muss ein neues Juwel der Macht gefunden werden, und dazu ist Amaia bereit, große Risiken einzugehen. Sie versucht im Geheimen alle Erben der Reiche zu versammeln und verbündet sich dafür mit dem geheimnisvollen Ilion. Aber das Chaos rückt immer näher und Amaias Machtstellung steht unter Beschuss, denn das Wolkenreich und Schattenreich beginnen um die Macht des goldenen Berges in einen Krieg zu ziehen. Noár kämpft mit seinen eigenen Dämonen.

    Buchlayout

    Auch der dritte Band wurde genauso wie die Vorgänger gestaltet. Das Buch umfasst 464 Seiten in 44 Kapiteln. Auch hier lässt es sich Julia nicht nehmen die Kapitelüberschriften in ihrem gewohnt sarkastisch-ironischen Unterton zu verfassen. Am Ende gibt es ein ausführliches Glossar. Im Einband vorne ist noch mal die Landkarte von Cassardim zu sehen, hinten eine Zeichnung von einem wunderschönen Baum, beides von Julia Dippel selbst gezeichnet.

    Idee / Plot

    Der Plot ist unglaublich episch aber auch gesellschaftskritisch. Wenn Cassardim zerstört wird, dann wird auch die Menschenwelt zerstört, und um das Chaos nicht gewinnen zu lassen, müssen alle zusammenarbeiten. Denn, um eine ausgewogene und funktionierende Welt zu erhalten und gegen das Chaos anzukämpfen, muss die Macht gleich verteilt werden. Dazu gehört aber auch, dass sich jeder frei entscheiden können sollte, zu welchem Reich er gehören möchte, dass es keine Abgrenzung mehr zwischen den Reichen und es keine Ausgestoßenen mehr geben sollte. Das ist eine sehr bewegende und brandaktuelle Message, die Julia Dippel mit dieser Geschichte vermittelt.

    Emotionen / Protagonisten

    Amaia ist einfach nur toll. Ja, sie ist manchmal etwas hitzig, macht manchmal kopflose Sachen und wirkt auf mich etwas trotzig, ist aber trotzdem verdammt mutig, reflektiert auch viel und erkennt die Zusammenhänge. Mir hat sie wahnsinnig gut gefallen.

    Noár ist wie immer geheimnisvoll. Er kämpft aber mit seinen Dämonen und mit dem Chaos, dabei möchte er sich Amaia gegenüber nichts anmerken lassen. Naja, manchmal ist er dann etwas zu “ritterlich”, aber Amaia hat ihn durchschaut und gibt ihm auch schön Kontra. Und trotzdem sprühen da die Funken. Wie von Julia gewohnt, stürzt sie uns Leser von Seite zu Seite in ein ständiges Auf und Ab der Gefühle! Es gibt unheimlich spannende und aufregende und emotionale Momente zwischen den beiden – Muahhhh – Gänsehautgarantie über das ganze Buch!

    Mein heimlicher Liebling ist aber Ilion, der Fürst der Faheen. Ilion ist überall und nirgendwo zu Hause. Er trifft seine eigenen Entscheidung, entwickelt aber eine besondere Beziehung zu Amaia. Er ist geheimnisvoll aber auch direkt, und ich liebe die ihn!

    Spätestens jetzt musste dem wild gelockten jungen Mann mit den grauen Augen klar sein, was ich vorhatte, doch Ilions Pokerface hätte selbst eine Wachsfigur in den Schatten gestellt.

    Julia Dippel “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” S. 145 (PDF Vorableseexemplar, ©2020 PLANET! by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Mein größter Held ist natürlich Flummel, der Okoklin. Mehr muss ich zu ihm nicht sagen. Jeder, der Flummel kennt, weiß, was ich meine.

    In einem wahren Kraftakt schob er ihn ins Schloss, stieß sich ab und machte mitsamt des Schlüssels einen fast schon artistischen Überschlag. Es klackte. Die Ketten lösten sich und die Schwerkraft erledigte den Rest. Begleitet von Flummels triumphierendem Glucksen krachte ich zu Boden, während der Okoklin mir auf den Bauch plumpste.”

    Julia Dippel “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” S. 120 (PDF Vorableseexemplar, ©2021 PLANET! by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Die Handlung geht auch gleich, wie bei Julia gewohnt, direkt und rasant los. Julia treibt uns atemlos durch die gesamte Geschichte. Dabei baut sie immer wieder Höhepunkte und Wendungen ein, dir mir einige Herzaussetzer beschert haben und die bis zum Schluß in einem absolut fulminanten und epischen Finale münden, das mich tränenüberströmt aber doch glücklich zurückgelassen hat. Ein Tornado an Gefühlen! Ich war nur noch fähig Julia mit Emojies meine Gefühle auszudrücken.

    Ja, das Ende. Es ist episch, und für die Geschichte absolut passend. Ich hätte kein anderes Ende gewollt. Ja, es ist für manche anders, als man es von Romantasy-Romanen gewohnt ist. Aber muss es immer der gleiche Einheitsbrei sein? Eine Geschichte muss berühren und das tut dieses Buch – und vor allem das Ende –  definitiv!!! Es ist doch vielmehr die eingefahrene und kitschig-klischeeträchtige Erwartung des Lesers, die hier nicht erfüllt wird. Das Ende ist überraschend und nimmt einen emotional mit, ist aber genau die richtige Schlußfolgerung für die gesamte Geschichte. Traut Euch, eingefahrene Pfade zu verlassen und lasst Euch auf diese wunderschöne und epische Geschichte ein! Es lohnt sich!

    Szenerie / Setting

    Neben den schon bekannten Reichen nimmt uns Julia mit in neue, fantastische Gegenden von Cassardim. Sie kann die Umgebung bildgewaltig und detailreich beschreiben, und trotzdem bleibt die rasante Handlung erhalten. Außerdem dürfen wir Amaia mit Noár, Pash und Ilion in die Menschenwelt begleiten, worüber ich mich sehr gefreut habe und teilweise auch unheimlich lustig war.

    Er warf dem Surfer-Typen den Schlüssel zu, der ihn gekonnt auffing. Inzwischen ahnte ich, dass es sich dabei um Pash handeln musste, auch wenn mir die ganze Szenerie so skurril vorkam, als wäre ich in einem Paralleluniversum gelandet. Ein Universum, das erschreckende Ähnlichkeit mit dem Set einer Miami-Crime-Serie hatte. Was für ein Kontrastprogramm …”

    Julia Dippel “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” S. 145 (PDF Vorableseexemplar, ©2020 PLANET! by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Sprache / Schreibstil

    Was soll ich noch zu Julias Sprachstil sagen? Ich liebe ihn! Er ist absolut humorvoll, pointiert und sarkastisch, aber in keinster Weise übertrieben, sondern immer genau treffend und passend! Julia ist einer der wenigen Autorinnen, die mich von Anfang an mitreißen können und mich voll überzeugen können. 

    Einer Eingebung folgend nutzte ich die Verbindung unserer Eheringe und schickte ihm ein Bild von herumtollenden Welpen. Die Ähnlichkeit zu ihm und seinen Freunden war nicht von der Hand zu weisen. Da brach Noár erneut in schallendes Gelächter aus, diesmal sehr zur Verwunderung der anderen. Zurück kam das Bild einer älteren Dame, die es sich mit Wein und Snacks vor einer Bühne bequem gemacht hatte, auf der mehrere gutaussehende Männer für sie strippten.”

    Julia Dippel “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” S. 230 (PDF Vorableseexemplar, ©2020 PLANET! by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Julia bleibt auch in diesem Band bei Amaias Perspektive als Ich-Erzähler im Präteritum.


    Rezensionen meiner Bloggerkolleg*innen:

    Delegationsmitglieder:

    Cassardim Delegation ©2019 Julia Dippel

    » Jenny von nubsis_kleinebuecherhoehle
    » Tamara & Stefanie von Tamfanies Lesezeichen
    » Hanna von Glitzerseiten
    » Hannah von justaddmodd
    » Lisa von rubyredbooks
    » Lena von expectobooktronum


    Julia Dippel – “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” © 2021 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)
    Julia Dippel – “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” © 2021 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)

    Copyright: Julia Dippel © 2021 Planet! Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
    Umschlaggestaltung: Marie Graßhoff & Julia Dippel
    » Autorenseite Julia Dippel bei Thienemann-Esslinger Verlag
    » Homepage Julia Dippel (CASSARDIM)

    • Julia Dippel (Autor), Marie Graßhoff  (Illustrator)
    • Erscheinungsdatum: 25. November 2021
    • Hardcover: 464 Seiten
    • Verlag: Planet!
    • ISBN: 978-3-522-50722-6
    • Genre: Jugendroman, Romantasy
    • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
    GI.GAN.TISCH! Ein Tornado an Emotionen und ein episches und passendes Finale!










    • Cover










    • Buchlayout










    • Idee / Plot










    • Emotionen / Protagonisten










    • Handlungsaufbau / Spannungsbogen










    • Szenerie / Setting










    • Sprache / Schreibstil

    4.6









    Zusammenfassung

    Dieses Finale ist episch und einfach Gi.Gan.Tisch! Ein Tornado an Gefühlen und genau das passende Ende für so eine fulminante Geschichte. Ein absolutes Jahreshighlight und Julia ist bleibt neben Marah Woolf die Queen der fantastischen Romance.

    Nana Shar

    Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner