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    Rezension: A Storm to Kill a Kiss – Sonnenfeuer-Ballade 2

    Rezension: A Storm to Kill a Kiss – Sonnenfeuer-Ballade 2

    Julia Dippel – “A Storm to Kill a Kiss – Sonnenfeuer-Ballade 2” © 2024 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)
    Julia Dippel – “A Storm to Kill a Kiss – Sonnenfeuer-Ballade 2” © 2024 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)

    Highlight! Episches Fantasy-Abenteuer voller Emotionen und Spannung

    Was für eine Fortsetzung! Da ich Julias Joker bin und ihre Bücher immer etwas früher lesen darf, bin ich natürlich nicht ganz unvoreingenommen. Aber unabhängig davon zählt Julia Dippel, neben Marah Woolf, zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Und dieser Band war heiß ersehnt!

    Auf dem Cover sieht man – ganz im Stil des ersten Bandes – eine Schneeeule mit ausgebreiteten Schwingen in der Mitte fliegen, umgeben von vielen Rabenkrähen. Es ist wunderschön und gefällt mir sehr gut.

    Besonders bemerkenswert, wie schon im ersten Band, sind die wundervollen Kapitelvignetten, die Julia selbst gezeichnet hat. Die Kapitel haben jeweils eine angenehme Länge.

    Sintha wird zwar als Heldin gefeiert, doch alle wissen jetzt, wer sie wirklich ist. Sie begleitet die Monarchin in die Hauptstadt, wo sie hinter den Palastmauern fast wie eine Gefangene lebt. In dieser abgeschotteten Welt lernt sie die dunklen Machenschaften der High Society kennen. Bald wird klar, dass nicht nur Intrigen gesponnen werden, sondern dass ein Drahtzieher im Verborgenen alle gegeneinander ausspielt.

    Die Emotionen in diesem Roman gehen rauf und runter. Sintha ist tough und versucht, sich in ihrer absolut misslichen Lage selbst zu helfen. Doch dann prallt sie gegen die abweisende Fassade von Arez, und ich kann ihren Kummer so gut nachempfinden. Und doch ist es eine wunderbare Lovestory, denn als Leserin nehme ich ihm seine Ablehnung einfach nicht ab.

    Die Fantasywelt, die Julia Dippel erschafft, ist wie immer faszinierend und bildgewaltig. Es beeindruckt mich, wie sie es schafft, die Spannung in jedem Band noch weiter zu steigern und die Welt immer weiter auszubauen.

    Es geht Schlag auf Schlag direkt los und bleibt über das ganze Buch hinweg extrem spannend und aufregend. Es gipfelt in einem Höhepunkt, der die Beziehung zwischen Arez und Sintha extrem auf die Probe stellt. Und dann – tja, Julia kann es einfach nicht lassen – endet es mit einem Cliffhanger, der mich völlig zerstört und mit einem aus der Brust gerissenen Herzen zurückgelassen hat.

    Julias Sprachstil muss ich nicht weiter analysieren. Sie hat eine unglaublich bildgewaltige und fantasievolle Ausdrucksweise. Sie schafft es, ohne große Schnörkel, die Situationen treffend und wortgewandt darzustellen, immer mit der richtigen Prise Witz, Sarkasmus, aber auch emotionaler Tiefe.

    Julia Dippel – “A Storm ti Kill a Kiss – Sonnenfeuer-Ballade 2” © 2024 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)
    Julia Dippel – “A Storm ti Kill a Kiss – Sonnenfeuer-Ballade 2” © 2024 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)

    Copyright: © 2024 Julia Dippel, Thienemann-Esslinger Verlag
    Umschlaggestaltung: © Alexander Kopainski

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    • Julia Dippel (Autor), Alexander Kopainski (Illustrator)
    • Erscheinungsdatum Erstausgabe: 7. Oktober 2024
    • Edition: 496 Seiten
    • Verlag: Planet! bei Thienemann-Esslinger Verlag
    • ISBN/ASIN: 978-3-522-50814-8
    • Genre: Fantasy
    Meine Bewertung










    • Cover










    • Buchlayout (eBook)










    • Idee / Plott










    • Handlungsaufbau / Spannungsbogen










    • Emotionen / Protagonisten










    • Szenerie / Setting










    • Sprache / Schreibstil

    4.6









    Zusammenfassung

    Für mich ist diese Fortsetzung ein absolutes Highlight – von Anfang an hat mich die Geschichte völlig in ihren Bann gezogen. Die Mischung aus Spannung, Emotionen und den vielschichtigen Charakteren lässt mich einfach nicht los. Auch wenn mich der Cliffhanger völlig zerstört hat, freue ich mich schon jetzt ungeduldig auf den nächsten Band!

    Nana Shar

    Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik.

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    Kurzmeinung: A Song to Raise a Storm – Sonnenfeuer-Ballade 1

    Kurzmeinung: A Song to Raise a Storm – Sonnenfeuer-Ballade 1

    Julia Dippel – “ASTRA – Sonnenfeuer-Ballade 1” © 2023 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)
    Julia Dippel – “ASTRA – Sonnenfeuer-Ballade 1” © 2023 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)

    Mal wieder ein ganz besonderer Roman aus der Feder meiner Fantasy-Queen! Ich liebe Julia Dippels speziellen Humor, bei dem sie in diesem Buch noch mal gekonnt eine Schippe drauflegt – und das alles gewürzt mit spicy Momenten. Aber auch, dass Julia wieder eine so aufregend neue, bildgewaltige und fantasievolle Welt mit vielen Intrigen und Geheimnissen geschaffen hat, macht dieses Buch für mich zu einem außergewöhnlichen Erlebnis!⠀

    Wer Julias Bücher bisher gemocht hat, wird hier auch wieder auf seine volle Kosten kommen. Insgesamt ist alles etwas düsterer, und etwas mehr spicier, aber dennoch genauso mitreißend und spannend. Auch wenn wir hier keine großen Ortswechsel haben, schafft Julia es immer, jedes Kapitel spannend zu gestalten. Es erscheinende zwar einige Charaktere auf der Bühne, aber jeder ist individuell und eindrucksvoll von Julia gestaltet worden. Die Entwicklung zwischen den Protagonisten ist ein ständiges Auf und Ab und macht die Storyline sehr abwechslungsreich.

    Ist es ein typischer Cliffhanger? Die Julia bisher gewohnte Cliffhanger finde ihn moderat, aber durchaus typisch Julia. Also kein Herzkasperl-Schock-Moment 😜 Aber da solltest du dir am besten deine eigene Meinung bilden…

    Über das Buch (formally known as Klappentext)

    Manchmal reicht ein Funke, um einen Sturm zu entfachen

    Städte, Siedlungen und Straßen gehören den Menschen, die Wälder jedoch sind das Reich der Qidhe, der magischen Wesen. So will es das umstrittene und streng durchgesetzte Friedensabkommen. Aber Sintha pfeift auf diese Gesetze. Halb Mensch, halb Qidhe muss sie sich ohnehin mit dem Misstrauen beider Welten herumschlagen – besonders mit dem der Vakàr, einem dunklen magischen Volk, das die Einhaltung des Friedensabkommens erbarmungslos überwacht. Als eines Tages ein Schneesturm aufzieht und Sintha gezwungen ist, in einem menschlichen Gasthof Schutz zu suchen, ändert sich für sie alles. Denn in dem eingeschneiten Dörfchen ist ein Mord geschehen und ausgerechnet der gefürchtete Anführerder Vakàr ist gekommen, um ihn aufzuklären. Mit Sintha im Sturm gefangen, wirft Arezander nun jedoch nicht nur ein Auge auf ihre ganz speziellen Fähigkeiten …

    Julia Dippel „A Song to Raise A Storm – Sonnenfeuer-Ballade 1“, ©2023 Planet! by Thienemann-Esslinger Verlag
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    Rezension: Two Sides of the Dark – Emerdale 1

    Rezension: Two Sides of the Dark – Emerdale 1

    Alexandra Flint "Two Sides of The Dark – Emerdale 1" ©2022 Planet!
    Alexandra Flint „Two Sides of The Dark – Emerdale 1“ ©2022 Planet!

    Packend und mitreißend trotz ein paar kleineren Schwächen

    Die Autorin Alexandra Flint kenne ich schon von ihrer Elyanor-Dilogie und sie war auch eine Weile Mitglied in der Cassardim-Delegation. Die Elyanor Dilogie fand ich insgesamt sehr gut mit ein paar kleineren Schwächen. Trotzdem hatte mir ihr Schreibstil gefallen und ich war neugierig auf weitere Titel von ihr. Deswegen habe ich mir Emerdale nun zur Brust genommen.

    Coverbild

    Das Coverbild gefällt mir sehr gut, welches Alexander Kopainski verantwortet. Auf einem rauen, dunklen Untergrund liegen mehrere goldene Ringe, in die ein paar Formen, die wie DNA-Stränge aussehen, eingearbeitet wurden. Der Titel ist großflächig Wort für Wort darüber platziert und sticht leuchtend hervor. Eine grundsolide Arbeit. Ich finde, es passt sehr gut zu diesem Roman.

    Handlung

    Tylor wächst unfreiwillig in Emerdale auf, einem Versuchslabor, in dem aus ihr und ihren Mitbewohnern mittels Genmanipulation Kampfmaschinen gezüchtet wurden. Der für sie verantwortliche Arzt entführt sie eines Tages und flüchtet mit ihr aus dem Labor. Um in Los Angeles ein „normales“ Leben vorzuspiegeln, geht Ty auf ein College und trifft dort auf Jonathan, einem Jungschauspieler, der durch einen Unfall sein Bein verloren hat und dadurch seine vielversprechende Karriere im Eimer ist. Aus der anfänglichen Freundschaft wird auch bald mehr. Aber das Geheimnis um Ty holt die beiden ein und plötzlich sehen sie sich einer Rebellion gegenüber.

    Buchlayout / Haptik

    Das eBook ist in Prolog und 30 Kapitel aufgeteilt. Die Kapitel sind in angenehmer Länge und wechseln sich in der Erzählperspektive zwischen Taylor und Jonathan ab. Zu jedem Kapitel wird ein Song zur Einstimmung genannt. Am Ende gibt es noch einen kleinen Abschnitt aus Taylors Aufzeichnungen. Zusätzlich gibt es eine ausführliche Personenbeschreibung und ein Glossar.

    Idee / Plot

    Die Idee, Lebewesen durch Genmanipulation für unmoralische Zwecke zu züchten ist schon interessant und wahrscheinlich auch in unserer realen Welt gar nicht so abwegig. Wer wünscht sich Dank Marvel und den ganzen Superhelden nicht auch Superkräfte, wie Telekinese oder Teleportation? An die Schattenseiten möchte dabei keiner denken, dass solche Kräfte für militärische Zwecke ausgenutzt werden und der Mensch dahinter nicht mehr als Individuum mit Emotionen gesehen wird. Er wird zu einer Maschine ohne eigenem Willen, zu einem Roboter.

    Emotionen / Protagonisten

    Bei den Emotionen habe ich meine größten Probleme gehabt. Ich fand Ty gut, eshat mir gefallen, wie sie mit Jo die Welt außerhalb Emerdale entdeckt und lernt, dass sie ein Mensch mit eigenen Gefühlen und Wünschen ist.

    Zu Jo konnte ich irgendwie gar keine Verbindung aufbauen, auch wenn ich einen Teil der Geschichte aus seiner Perspektive miterlebt habe. Und das wirkt sich für mich auch auf die Beziehung zwischen Jo und Ty aus, da war bei mir emotional irgendwie nichts zu spüren, da kamen keine Funken rüber.

    Hingegen konnte ich eine mächtige Anziehungskraft zwischen Ty und ihrem Leidensgenossen Hayden spüren. Ich hätte die beiden viel lieber als das Loveinterest-Paar gesehen und gerne viel mehr gerne über Hayden und deren Beziehung erfahren! Da war für mich definitiv mehr drinnen, als mit Jo, den ich eher langweilig fand. Oder Vincent, den fand ich aus super spannend und hätte ich mir mehr von ihm gewünscht.

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Alexandra baut die Handlung soweit schlüssig auf. In der Mitte hätte ich mir etwas mehr Spannung vorstellen können, aber zum Ende hin gibt Sie noch mal richtig Gas. Alles in allem finde ich den Handlungsaufbau und Spannungsbogen eigentlich gelungen und hat mich auch gepackt, wenn da nicht so der ein oder andere Moment wäre, bei dem ich es nicht ganz logisch fand. Vor allem der zeitliche Rahmen von manchen Szenen und Handlungen hat meiner Meinung nach nicht ganz gepasst. Auch konnte ich die immer erwähnte Gefahr, in der sich Tylor befinden soll, nicht erspüren oder erleben. Mit einem echt fiesen Cliffhanger beendet Lexie diesen ersten Band der Dilogie.

    Szenerie / Setting

    Die dystopisch anmutende Hightech Stimmung hat mir gut gefallen. Lexie kann mir die Umgebung und das Setting sehr gut vermitteln und ich konnte mir alles gut vorstellen.

    Sprache / Schreibstil

    Alexandra Flint hat einen tollen Schreibstil und ist eigentlich sehr wortgewandt. Leider kamen mir hier ein paar Floskeln und Worte zu oft hintereinander vor. Wir erleben die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Taylor und Jonathan, was ich hier sehr gelungen fand und der Geschichte auch eine gute Spannung verliehen hat.

    Alexandra Flint "Two Sides of The Dark – Emerdale 1" ©2022 Planet!
    Alexandra Flint „Two Sides of The Dark – Emerdale 1“ ©2022 Planet!

    Copyright: © 2022 Alexandra Flint „Two Sides of the Dark – Emerdale 1!“ ©2022 Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
    Umschlaggestaltung: Alexander Kopainski
    Umschlagmotiv: Unter der Verwendung von shutterstock.com (Chatchai J., greenmax, KuiceCo, Peter Hermes Furian, SWEvil)
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    • Alexandra Flint (Autor), Alexander Kopainski Illustrator
    • Erscheinungsdatum Erstausgabe: 24. Februar 2022
    • kindle Edition: 6610 KB (463 Seiten)
    • Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH 
    • ISBN/ASIN: B09KV65LPY
    • Genre: Dystopische Romance
    Packend und mitreißend trotz ein paar kleineren Schwächen










    • Cover










    • Buchlayout (eBook)










    • Idee / Plott










    • Handlungsaufbau / Spannungsbogen










    • Emotionen / Protagonisten










    • Szenerie / Setting










    • Sprache / Schreibstil

    3.5









    Zusammenfassung

    Trotz ein paar kleineren Schwächen hat mich das Buch es geschafft, mich zu packen und mitzureißen und ich habe es sehr gerne gelesen.

    Nana Shar

    Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik.

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    Kurzmeinung: Two Sides of The Dark –Emerdale Band 1

    Kurzmeinung: Two Sides of The Dark –Emerdale Band 1

    KURZMEINUNG: Alexandra Flint "Two Sides of The Dark – Emerdale 1" ©2022 Planet!
    KURZMEINUNG: Alexandra Flint „Two Sides of The Dark – Emerdale 1“ ©2022 Planet!

    Absolut fesselnde Geschichte, die mich am Ende noch mal richtig gepackt hat, aber leider ein paar kleine Schwächen hatte. Trotzdem hat mich die Story gepackt und mitgenommen und kann ich wärmstens empfehlen, weil das Gesamtbild einfach stimmt!

    Ich mag ja Dystopien und mit diesem ersten Band hat Lexie einen richtig tollen Auftakt hinbekommen, der mich am Schluß auch noch mal richtig mitgerissen hat, obwohl es für mich während dem Lesen ein paar Schwächen gab. Aber sie sind nicht dramatisch, eher „Meckern auf hohem Niveau“. Die romantische Entwicklung zwischen Ty und Jo kam bei mir nicht so an, wie ich es gerne empfunden hätte. Hat leider nicht so geprickelt.  Dagegen ging für mich zwischen Ty und Hayden wesentlich mehr die Post ab – und ich hätte die beiden viel lieber geshippt! Sprachlich ist Lexie grandios – allerdings gab es auch da so ein paar Wiederholungen von Floskeln, die mir aufgefallen sind. Und leider auch so ein/zwei Stellen, die für mich nicht ganz logisch waren.

    *Testlesemodus off* – wie ihr wisst, habe ich gerade ein sehr intensives Testlesebuch beendet und es ist danach schwer, aus diesem „Kritik-Modus“ raus zu kommen. Trotzdem habe ich dieses Buch wirklich sehr genossen und super gerne gelesen. Der 2. Band steht bereits auf meiner Warteliste. ⠀

    Über das Buch (formally known as Klappentext)

    Als Taylor in Los Angeles auf Jo trifft, fühlen sie sich vom ersten Moment an zueinander hingezogen: Jo, der gescheiterte Schauspieler, der bei einem Unfall ein Bein verloren hat, und Taylor, aufgewachsen in Emerdale, einem auf Genmanipulation spezialisierten Forschungslabor, und nun auf der Flucht. Beide wollen ihre Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Doch je näher sich Taylor und Jo kommen, desto größer wird auch die Gefahr, in der sie beide schweben. Denn Emerdale ist Taylor dicht auf den Fersen und will nicht nur sie vernichten, sondern auch alle, die sie liebt…

    Alexandra Flint “Two Sides of The Dark – Emerdale Band 1” (©2022 Planet! by Thienemann Esslinger Verlag)
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    Abbruch: Midnight Princess – Wie der Tag so dunkel (Band 2)

    Abbruch: Midnight Princess – Wie der Tag so dunkel (Band 2)

    Asuka Lionera “Wie der Tag so dunkel – Midnight Princess 2” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag
    Asuka Lionera “Wie der Tag so dunkel – Midnight Princess 2” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag

    Bis 40%: Schöner Sprachstil aber schwunglos und langatmig

    Eigentlich fand ich den ersten Band recht gut. Obwohl die Handlung ja etwas seicht war, war der Weltenbau auf jeden Fall sehr interessant und die sich entwickelnde Beziehung zwischen den beiden Protagonisten erst mal erfrischend prickelnd.

    Aber warum habe ich dann dieses Buch doch abgebrochen?

    Die Handlung im zweiten Band ging leider seicht weiter. Bis zu 40 % gab es für mein Gefühl kaum spannende oder packende Momente, die den Spannungsbogen anheben und mich fesseln konnten, obwohl es ein bisschen mehr Erklärung zu der Nachtwelt gab. 

    Ich konnte in Vanya kaum Entwicklung erkennen und die Beziehung zwischen ihr und Kenric dümpelte dann auf gleicher Weise so dahin, auch wenn man Kenric nun etwas besser kennenlernte. Vanya erschien mir oft so hilflos und weiterhin blauäugig in ihrem Handeln.

    Wie im ersten Band finde ich Lioneras Schreibstil schön und flüssig, auch wenn mir ein paar Wiederholungen zu viel drinnen sind. Die wechselnde Perspektive zwischen Kenric und Vanya gefällt mir sehr gut und hat dem Buch noch die meiste Spannung beschert.

    Ich habe das Buch dann bei 40% zur Seite gelegt, und inzwischen habe ich nicht mehr das Bedürfnis, weiter zu lesen. Daran erkennt man, dass mich die Story nicht packen konnte und es mich nicht interessiert, wie sich die Geschichte auflöst und die Flüche gebrochen werden können. Wie im ersten Band auch hat mir hier grundlegend der Schwung gefehlt.

    Asuka Lionera “Wie der Tag so dunkel – Midnight Princess 2” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag
    Asuka Lionera “Wie der Tag so dunkel – Midnight Princess 2” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag

    Copyright: © 2022 Asuka Lionera – Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag
    Umschlaggestaltung: Alexander Kopainski unter Verwendung von Bildern von Shutterstock.com: popovartem.com/Joshua Small-Photographer/Michael Hinkle/963 Creation/mauluddin/yevgeniy11/Chipmunk131/Karma3/tomertu/Anci Valiart/Allgusak/AL-media stockhouse/Dzm1try/Michal Sanca/Subbotina Anna
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    • Asuka Lionera (Autor), Alexander Kopainski (Illustration)
    • eBook: 4151 KB (513 Seiten)
    • Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (25. März 2022)
    • ASIN: B09SVDTZFS
    • Genre: Romantasy, Jugend-Fantasy
    Bis 40%: Schöner Sprachstil aber schwunglos und langatmig

    1









    Zusammenfassung

    Leider konnte mich die Story bis zu 40% nicht mehr packen. Trotz flüssigem und schönem Sprachstil fehlte mir durchweg der Schwung und kam die Geschichte einfach nicht ins Rollen. Es mag sein, dass in den restlichen 60% das Buch doch noch packender und spannender wird, aber nach längerer Pause bin ich nicht mehr erpicht darauf, den Rest zu lesen. Da ich es abgebrochen habe, kann ich nur einen Stern vergeben.

    Nana Shar

    Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik.

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    Rezension: Wie die Nacht so hell – Midnight Princess Band 1

    Rezension: Wie die Nacht so hell – Midnight Princess Band 1

    Asuka Lionera “Wie die Nacht so hell – Midnight Princess 1” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag
    Asuka Lionera “Wie die Nacht so hell – Midnight Princess 1” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag

    Spannende und mystische Welt in wortgewandter Ausarbeitung mit etwas seichter Entwicklung

    Eigentlich habe ich gerade ein anderes Buch gelesen, aber als bei Netgalley das Angebot zu Midnight Princess von Asuka Lionera kam, konnte ich mich nicht zurückhalten und habe es angefordert. Der Klappentext klang schon sehr interessant. Von der Autorin wollte ich unbedingt mal was lesen, denn bis jetzt hatte ich noch keinen Titel von ihr in den Händen gehalten. Ich danke dem Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar.

    Coverbild

    Auf einem durchgehend nachtblauen Hintergrund ist in der Mitte eine weiße weibliche Silhouette zu sehen, die eine Blüte in der Hand hält. Um den Scherenschnitt herum kann man mehrere Dinge erkennen wie links ein Schloß mit hohen Türmen und rechts eine männliche Gestalt mit einem Hund. Alles nur mit unterschiedlichen Blautönen abgesetzt. Nur um die Blume herum kann man einen leichten Lilaton erkennen. Der Titel ist in einer plastisch hervorgehobenen Serife im unteren Drittel des Bildes platziert. Das Cover stammt von Alexander Kopainski und gefällt mir persönlich besonders gut, da es zwar von außen betrachtet eher unscheinbar ist, aber beim genauen Hinsehen die filigrane Arbeit sichtbar wird, und es sehr gut zu der Story passt.

    Handlung

    Vanya, die Prinzessin von Südgand lebt getrennt von ihrer Familie und verborgen in einem abgeschiedenen Dorf. Denn keiner darf davon erfahren, dass sie die hundertste Prinzessin von Südgang ist und einer Legende nach den Fluch, der auf  den Ländern Nordgand und Südgand liegt, brechen könnte. Auch ihre Gabe, Blütenblätter zu weinen und Dornenranken aus ihren Händen zu formen, muss verborgen bleiben. Besonders leidet Vanya unter dem Fluch Südgands, keine Liebe empfinden zu dürfen, die einen Südgander tötet. Um einer Vermählung eines schmierigen Südganders zu entkommen, flüchtet Vanya in das verfeindete Nordgand auf den Hof der ewigen Mitternacht, in das Land dem der Fluch alles Leben genommen hat. Dort trifft sie auf den sonderbaren Kenric, der anders als die anderen Bewohner Nordgands ist und in ihr die verbotenen Gefühle weckt.

    Buchlayout / eBook

    Die Gestaltung des eBooks, ist recht schlicht. Die 497 Seiten werden in 49 Kapitel aufgeteilt und jeweils nur mit Kapitel, der Nummer und dem Namen, aus dessen Perspektive das Kapitel geschrieben wurde, eingeleitet. Ansonsten gibt es keine weiteren Informationen oder Ausschmückungen.

    Idee / Plot

    Dem einem Land wurde die Liebe genommen, dem anderen das Leben. Was wird aus einer Gesellschaft, die nicht lieben darf? Und was, wenn sie kein Leben mehr hat und kein Leben mehr geschenkt bekommt? Der Weltenaufbau, den die Autorin hier geschaffen hat, ist schön und vor allem interessant. Zwei Reiche, die jeweils unter ihrem eigenen Fluch stehen. Aber dem Leser wird schnell klar, dass sie nur gemeinsam den Fluch wahrscheinlich brechen können, die eine schenkt Leben, der andere schenkt Liebe. Kein Leben heißt aber auch keine Sonne und kein Licht. Und die Nordgander, die eh schon Magie wirken konnten, haben sich so sehr an ihre Umgebung angepasst, dass Sie im Dunkeln sehen können. Wir sind in diesem ersten Band noch am Anfang der Geschichte und ich vermute, dass viele Fragen noch in den nächsten Bänden geklärt werden. Bis hierhin hat mir die Idee sehr gut gefallen.

    Emotionen / Protagonisten

    Ja, ein bisschen naiv und sogar etwas kindisch empfinde ich Vanya schon. Sie bricht aus Südgand aus, geht mit den Auserwählten nach Nordgand, denn alle drei jahre werden 3 junge Frauen ausgewählt, die nach Nordgand gehen müssen um dort – so glauben sie – ein besseres Leben führen werden. Vanya glaubt dort etwas zu finden, mit dem sie ihre Eltern überzeugen kann, nicht mit dem abstößigen Casimir aus Südgand verheiratet werden zu müssen. Sie sucht Anerkennung bei ihren Eltern, die sie früh verstoßen haben – zu ihrer eigenen Sicherheit. Denn sie ist die hundertste Prinzessin, die laut einer Sage den Fluch beider Länder brechen kann. Deswegen verstehe ich da nicht ganz, warum sie so etwas blauäugig nach Nordgand loszieht, ohne sich irgendwie vorher mehr über dieses verfeindete Land zu informieren. Auch geht sie mir in der unbekannten und recht feindlichen Welt ziemlich unbedacht mit allem rum – das passt nicht so ganz zu dem ganzen Setting.

    Kenric finde ich toll und er hat noch einige Geheimnisse, die ich gerne aufgelöst haben möchte. Er ist mysteriös, aber er kümmert sich sehr um Vanya. Auch sein Leid aus einer vergangenen Geschichte ist präsent und greifbar. Besonders prickelnd empfand ich Kenrics Magie, die etwas ganz zartes und emotionales in sich trägt – hat mir sehr gut gefallen! Anfangs empfindet Vanya ihn als überheblich und herablassend, was ich so gar nicht nachempfinden kann. Die Entwicklung zwischen den beiden konnte ich dafür wirklich schön miterleben.

    Sie bewegt die Finger, streicht behutsam über die Schatten, sie sich sofort aus eigenem Willen in ihre Berührung schmiegen. Ein wohliger Schauer rieselt meine Wirbelsäule hinab, als würde meine Magie ihre Freude mit mir teilen wollen.“

    Asuka Lionera „Midnight Princess – Wie die Nacht so hell“ Pos. 3094 (eBook, ©2021 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Ich hätte mir die Geschichte insgesamt etwas straffer gewünscht, obwohl es von Anfang an sehr rätselhaft alles ist. Ansich ist der Aufbau sehr gelungen und schön, aber an manchen Stellen wiederholt sich Vanya sehr oft und das lässt das Ganze etwas langatmiger wirken, zumal auch der Spannungsbogen sehr langsam anstieg – und meiner Meinung nach es auch kaum wirklich spannende Wendungen oder Höhepunkte gab. Trotzdem mochte ich den Handlungsaufbau, den Weltenaufbau und die Geschichte insgesamt, und bin schon sehr neugierig, wie es mit den Beiden weitergeht! Das Buch endet in einem kleinen Cliffhanger, der aber eigentlich abzusehen war.

    Szenerie / Setting

    Der Weltenbau ist sehr interessant, aber mir fehlt etwas mehr Ausschmückung im Detail. Natürlich ist das eine Gratwanderung, da die Story eh schon etwas seicht ist, würden dann mehr Beschreibungen das Ganze wahrscheinlich nur noch mehr in die Länge ziehen. Trotzdem gefiel mir die gruselige Vorstellung des dunklen Landes, das seit Jahrhunderten kein Sonnenlicht mehr gesehen hatte und dort kein Leben mehr herrschen kann.

    Sprache / Schreibstil

    Besonders gut aber hat mir der Schreibstil von Asuka Lionera gefallen, auch wenn sie mir hin und wieder Ausdrücke und Gedanken zu oft wiederholt hat. Die Autorin hat eine wunderbar bildhafte und ausdrucksstarke Sprache, ohne überkandidelt zu sein. Zunächst erleben wir die Geschichte aus Vanyas Perspektive als Ich-Erzähler im Präsenz. Ab der Mitte des Buches wechseln sich die Kapitel mit Kenrics Perspektive als Ich-Erzähler ab, was ich als sehr gut empfand, um auch seine Sicht der Geschichte kennenzulernen.

    »Ich dachte, du hättest eine Idee.« Wieder schwingt eine gehörige Portion Genugtuung in ihrer Stimme mit. »Sonst weißt du doch auch alles.«

    Mir sollte es nicht derart gefallen, wenn sie mich verspottet. Mich neckt und auf meine Erwiderung wartet.

    Doch das tut es.“

    Asuka Lionera „Midnight Princess – Wie die Nacht so hell“ Pos. 2769 (eBook, ©2021 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag)
    Asuka Lionera “Wie die Nacht so hell – Midnight Princess 1” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag
    Asuka Lionera “Wie die Nacht so hell – Midnight Princess 1” © 2022 Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag

    Copyright: © 2021 Asuka Lionera – Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag
    Umschlaggestaltung: Alexander Kopainski unter Verwendung von Bildern von Shutterstock.com: popovartem.com/Joshua Small-Photographer/Michael Hinkle/963 Creation/mauluddin/yevgeniy11/Chipmunk131/Karma3/Elena Kharichkina/faestock/tomertu/Anci Valiart/Allgusak
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    • Asuka Lionera (Autor), Alexander Kopainski (Illustration)
    • eBook: 3796 KB (497 Seiten)
    • Loomlight by Thienemann-Esslinger Verlag (17. Dezember 2021)
    • ASIN: B09L89GJB6
    • Genre: Romantasy, Jugend-Fantasy
    Spannende und mystische Welt in wortgewandter Ausarbeitung mit etwas seichter Entwicklung










    • Coverbild










    • Buchlayout (eBook)










    • Idee / Plott










    • Emotionen / Protagonisten










    • Handlungsaufbau / Spannungsbogen










    • Szenerie / Setting










    • Sprache / Schreibstil

    3.7









    Zusammenfassung

    Vor allem Lioneras Sprachstil und Weltenaufbau hat mir an diesem Buch sehr gut gefallen. Auch wenn es eine etwas seichtere Geschichte ist und mir so ein wenig der Schwung und das i-düpferlchen fehlt, möchte ich auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht!

    Nana Shar

    Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik.

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    Rezension: Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel

    Rezension: Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel

    Julia Dippel – “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” © 2021 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)
    Julia Dippel – “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” © 2021 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)

    GI.GAN.TISCH! Ein Tornado an Emotionen und ein episches und passendes Finale!

    Zunächst einmal muss ich hervorheben, dass ich dieses Buch schon vorab in der Entstehungsphase als finale Meinung lesen durfte und ich mich gemeinsam mit der Cassardim-Delegation intensiv mit der Autorin ausgetauscht habe. Deswegen kann ich natürlich nicht mehr objektiv an die Bewertung dieser Geschichte ran gehen. Ich danke der Autorin Julia Dippel aus tiefstem Herzen für ihr Vertrauen und freue mich, dass ich ihr durch meinen Emoji-Live-Ticker meine Gefühle beim Lesen vermitteln konnte. Ich danke auch dem Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar und für die gemeinsame Zusammenarbeit in der Cassardim-Delegation.

    Ich kann Euch in dieser Rezension wirklich nur meine Gefühle während des Lesens vermitteln. Diese Rezension enthält Spoiler zu den Vorbänden, deswegen bitte nicht lesen, wer die Reihe noch nicht kennt.

    Coverbild

    Das Coverbild gefällt mir von den Dreien nun am besten. Diesmal sieht man beide Protagonisten, Amaia und Noár. Ich weiß, dass bei Band 1 die Coverdiskussion nicht sehr schön war. Deswegen wurden das Cover zu Band 2 und auch zu diesem Buch in Zusammenarbeit mit der Autorin von der Illustratorin Marie Graßhoff erstellt. Dabei ging es vor allem darum, den Look beizubehalten und trotzdem ein schönes Cover zu erschaffen, was hier auch sehr gut gelungen ist. Vor allem passt es in die Reihe.

    Handlung

    Um Cassardim zu retten und das Chaos aufzuhalten, muss ein neues Juwel der Macht gefunden werden, und dazu ist Amaia bereit, große Risiken einzugehen. Sie versucht im Geheimen alle Erben der Reiche zu versammeln und verbündet sich dafür mit dem geheimnisvollen Ilion. Aber das Chaos rückt immer näher und Amaias Machtstellung steht unter Beschuss, denn das Wolkenreich und Schattenreich beginnen um die Macht des goldenen Berges in einen Krieg zu ziehen. Noár kämpft mit seinen eigenen Dämonen.

    Buchlayout

    Auch der dritte Band wurde genauso wie die Vorgänger gestaltet. Das Buch umfasst 464 Seiten in 44 Kapiteln. Auch hier lässt es sich Julia nicht nehmen die Kapitelüberschriften in ihrem gewohnt sarkastisch-ironischen Unterton zu verfassen. Am Ende gibt es ein ausführliches Glossar. Im Einband vorne ist noch mal die Landkarte von Cassardim zu sehen, hinten eine Zeichnung von einem wunderschönen Baum, beides von Julia Dippel selbst gezeichnet.

    Idee / Plot

    Der Plot ist unglaublich episch aber auch gesellschaftskritisch. Wenn Cassardim zerstört wird, dann wird auch die Menschenwelt zerstört, und um das Chaos nicht gewinnen zu lassen, müssen alle zusammenarbeiten. Denn, um eine ausgewogene und funktionierende Welt zu erhalten und gegen das Chaos anzukämpfen, muss die Macht gleich verteilt werden. Dazu gehört aber auch, dass sich jeder frei entscheiden können sollte, zu welchem Reich er gehören möchte, dass es keine Abgrenzung mehr zwischen den Reichen und es keine Ausgestoßenen mehr geben sollte. Das ist eine sehr bewegende und brandaktuelle Message, die Julia Dippel mit dieser Geschichte vermittelt.

    Emotionen / Protagonisten

    Amaia ist einfach nur toll. Ja, sie ist manchmal etwas hitzig, macht manchmal kopflose Sachen und wirkt auf mich etwas trotzig, ist aber trotzdem verdammt mutig, reflektiert auch viel und erkennt die Zusammenhänge. Mir hat sie wahnsinnig gut gefallen.

    Noár ist wie immer geheimnisvoll. Er kämpft aber mit seinen Dämonen und mit dem Chaos, dabei möchte er sich Amaia gegenüber nichts anmerken lassen. Naja, manchmal ist er dann etwas zu “ritterlich”, aber Amaia hat ihn durchschaut und gibt ihm auch schön Kontra. Und trotzdem sprühen da die Funken. Wie von Julia gewohnt, stürzt sie uns Leser von Seite zu Seite in ein ständiges Auf und Ab der Gefühle! Es gibt unheimlich spannende und aufregende und emotionale Momente zwischen den beiden – Muahhhh – Gänsehautgarantie über das ganze Buch!

    Mein heimlicher Liebling ist aber Ilion, der Fürst der Faheen. Ilion ist überall und nirgendwo zu Hause. Er trifft seine eigenen Entscheidung, entwickelt aber eine besondere Beziehung zu Amaia. Er ist geheimnisvoll aber auch direkt, und ich liebe die ihn!

    Spätestens jetzt musste dem wild gelockten jungen Mann mit den grauen Augen klar sein, was ich vorhatte, doch Ilions Pokerface hätte selbst eine Wachsfigur in den Schatten gestellt.

    Julia Dippel “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” S. 145 (PDF Vorableseexemplar, ©2020 PLANET! by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Mein größter Held ist natürlich Flummel, der Okoklin. Mehr muss ich zu ihm nicht sagen. Jeder, der Flummel kennt, weiß, was ich meine.

    In einem wahren Kraftakt schob er ihn ins Schloss, stieß sich ab und machte mitsamt des Schlüssels einen fast schon artistischen Überschlag. Es klackte. Die Ketten lösten sich und die Schwerkraft erledigte den Rest. Begleitet von Flummels triumphierendem Glucksen krachte ich zu Boden, während der Okoklin mir auf den Bauch plumpste.”

    Julia Dippel “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” S. 120 (PDF Vorableseexemplar, ©2021 PLANET! by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Die Handlung geht auch gleich, wie bei Julia gewohnt, direkt und rasant los. Julia treibt uns atemlos durch die gesamte Geschichte. Dabei baut sie immer wieder Höhepunkte und Wendungen ein, dir mir einige Herzaussetzer beschert haben und die bis zum Schluß in einem absolut fulminanten und epischen Finale münden, das mich tränenüberströmt aber doch glücklich zurückgelassen hat. Ein Tornado an Gefühlen! Ich war nur noch fähig Julia mit Emojies meine Gefühle auszudrücken.

    Ja, das Ende. Es ist episch, und für die Geschichte absolut passend. Ich hätte kein anderes Ende gewollt. Ja, es ist für manche anders, als man es von Romantasy-Romanen gewohnt ist. Aber muss es immer der gleiche Einheitsbrei sein? Eine Geschichte muss berühren und das tut dieses Buch – und vor allem das Ende –  definitiv!!! Es ist doch vielmehr die eingefahrene und kitschig-klischeeträchtige Erwartung des Lesers, die hier nicht erfüllt wird. Das Ende ist überraschend und nimmt einen emotional mit, ist aber genau die richtige Schlußfolgerung für die gesamte Geschichte. Traut Euch, eingefahrene Pfade zu verlassen und lasst Euch auf diese wunderschöne und epische Geschichte ein! Es lohnt sich!

    Szenerie / Setting

    Neben den schon bekannten Reichen nimmt uns Julia mit in neue, fantastische Gegenden von Cassardim. Sie kann die Umgebung bildgewaltig und detailreich beschreiben, und trotzdem bleibt die rasante Handlung erhalten. Außerdem dürfen wir Amaia mit Noár, Pash und Ilion in die Menschenwelt begleiten, worüber ich mich sehr gefreut habe und teilweise auch unheimlich lustig war.

    Er warf dem Surfer-Typen den Schlüssel zu, der ihn gekonnt auffing. Inzwischen ahnte ich, dass es sich dabei um Pash handeln musste, auch wenn mir die ganze Szenerie so skurril vorkam, als wäre ich in einem Paralleluniversum gelandet. Ein Universum, das erschreckende Ähnlichkeit mit dem Set einer Miami-Crime-Serie hatte. Was für ein Kontrastprogramm …”

    Julia Dippel “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” S. 145 (PDF Vorableseexemplar, ©2020 PLANET! by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Sprache / Schreibstil

    Was soll ich noch zu Julias Sprachstil sagen? Ich liebe ihn! Er ist absolut humorvoll, pointiert und sarkastisch, aber in keinster Weise übertrieben, sondern immer genau treffend und passend! Julia ist einer der wenigen Autorinnen, die mich von Anfang an mitreißen können und mich voll überzeugen können. 

    Einer Eingebung folgend nutzte ich die Verbindung unserer Eheringe und schickte ihm ein Bild von herumtollenden Welpen. Die Ähnlichkeit zu ihm und seinen Freunden war nicht von der Hand zu weisen. Da brach Noár erneut in schallendes Gelächter aus, diesmal sehr zur Verwunderung der anderen. Zurück kam das Bild einer älteren Dame, die es sich mit Wein und Snacks vor einer Bühne bequem gemacht hatte, auf der mehrere gutaussehende Männer für sie strippten.”

    Julia Dippel “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” S. 230 (PDF Vorableseexemplar, ©2020 PLANET! by Thienemann-Esslinger Verlag)

    Julia bleibt auch in diesem Band bei Amaias Perspektive als Ich-Erzähler im Präteritum.


    Rezensionen meiner Bloggerkolleg*innen:

    Delegationsmitglieder:

    Cassardim Delegation ©2019 Julia Dippel

    » Jenny von nubsis_kleinebuecherhoehle
    » Tamara & Stefanie von Tamfanies Lesezeichen
    » Hanna von Glitzerseiten
    » Hannah von justaddmodd
    » Lisa von rubyredbooks
    » Lena von expectobooktronum


    Julia Dippel – “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” © 2021 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)
    Julia Dippel – “Cassardim 3 – Jenseits der tanzenden Nebel” © 2021 Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH)

    Copyright: Julia Dippel © 2021 Planet! Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
    Umschlaggestaltung: Marie Graßhoff & Julia Dippel
    » Autorenseite Julia Dippel bei Thienemann-Esslinger Verlag
    » Homepage Julia Dippel (CASSARDIM)

    • Julia Dippel (Autor), Marie Graßhoff  (Illustrator)
    • Erscheinungsdatum: 25. November 2021
    • Hardcover: 464 Seiten
    • Verlag: Planet!
    • ISBN: 978-3-522-50722-6
    • Genre: Jugendroman, Romantasy
    • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
    GI.GAN.TISCH! Ein Tornado an Emotionen und ein episches und passendes Finale!










    • Cover










    • Buchlayout










    • Idee / Plot










    • Emotionen / Protagonisten










    • Handlungsaufbau / Spannungsbogen










    • Szenerie / Setting










    • Sprache / Schreibstil

    4.6









    Zusammenfassung

    Dieses Finale ist episch und einfach Gi.Gan.Tisch! Ein Tornado an Gefühlen und genau das passende Ende für so eine fulminante Geschichte. Ein absolutes Jahreshighlight und Julia ist bleibt neben Marah Woolf die Queen der fantastischen Romance.

    Nana Shar

    Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik.

  • Weiterlesen: Rezension: 15 Gründe dich zu hassen
    Rezension: 15 Gründe dich zu hassen

    Rezension: 15 Gründe dich zu hassen

    Ana Woods “15 Gründe dich zu hassen” ©2021 Planet! by Thienemann-Esslinger Verlag
    Ana Woods “15 Gründe dich zu hassen” ©2021 Planet! by Thienemann-Esslinger Verlag

    Vielversprechende Idee mit leider einigen Schwächen in der Umsetzung

    Von der Autorin Ana Woods hatte ich bisher noch kein Buch gelesen. Der Klappentext klang aber sehr vielversprechend und ich danke dem Thienemann-Esslinger Verlag und Netgalley Deutschland für das vertrauen und die Möglichkeit dieses Buch, lesen zu dürfen.

    Coverbild

    Auf dem gesamten Bild verteilen sich in groben Pinselstrichen gemalte Blüten und Blätter, dazwischen findet man goldene Sprenkel. Das Ganze ist einem selbstgebastelten Geschenkpapier nachempfunden, was durch aufgedruckte Knicke im Papier und der Leinenkordel noch unterstützt wird. Die dafür verantwortliche Grafikdesignerin Sandra Taufer ist mir bisher noch nicht bekannt gewesen. Das Cover ist kindlich verspielt aber eher für einen spritzigen und frechen Liebesroman geeignet, den ich hier nicht vorgefunden habe.

    Handlung

    Alice lebt mit ihren beiden jüngeren Geschwistern und ihrem Vater neben ihrem aus Kindheitstagen besten Freund Tyler, die auch gemeinsam die gleiche Schule besuchen und kurz vor ihrem Highschool-Abschluss stehen. Bei einem Psychologie-Projekt gehen beide das Experiment ein, gegenseitig 15 Gründe zu finden, die sie am Anderen stören, und diese auch emotional zu hinterfragen. Von ihren Freunden angestachelt, beginnt Alice auch noch Jungs zu daten. Dadurch beginnt die Freundschaft zwischen ihr und Tyler eine ganz andere Richtung zu nehmen. Zu guter Letzt hält sich Tyler nicht an ein Versprechen.

    Buchlayout / eBook

    Das Buch ist 320 Seiten dünn und wird in 21 Kapitel und Epilog aufgeteilt, die ohne Ausschmückung oder Kapitelüberschriften bleiben. Ansonsten ist das eBook schlicht ohne weitere Zusätze.

    Idee / Plot

    Die Idee fand ich schon super spannend. Eine lange Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, in dem Moment, wo man sich die Macken und Fehlverhalten des Anderen vergegenwärtigt und analysiert. Auch das Reflektieren über die eigene Gefühlswelt ist ein spannender Ansatz, der hier leider nicht so ganz ausgearbeitet wurde. Ich hatte zwar keine große Erwartungen, aber doch gehofft, dass es eine etwas verzwickte und emotionale Geschichte wird.

    Emotionen / Protagonisten

    Am meisten Probleme hatte ich mit den Protagonisten, allem voran Alice. Ich konnte zu ihr überhaupt keinen Zugang aufbauen und sie nicht in ihren Entscheidungen und Empfindungen verstehen. Sie hat für mich kaum Reflexion in ihrem Handeln, genauso wenig wie ich wirkliche Gefühlsregungen erkennen konnte. Sie erzählt zwar viel, hält viel inneren Monolog, ich kann dabei aber keine wahren Gefühle herauslesen. Sie wirkte auf mich streckenweise auch sehr naiv und engstirnig.

    Deswegen konnte ich ihr Handeln oft nicht nachvollziehen. Das Gleiche gilt auch für Tyler, der insgesamt recht blass bleibt, da mir auch hier durch die Protagonistin kaum Emotionen transportiert werden konnte. Da sind keine Funken gewesen, keine Spannung, die ich gerne zwischen den Beiden gefühlt hätte.

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Die Handlung ist sehr linear aufgebaut und hat keine großen Wendungen. Es ist von Anfang an klar, wie sich die Lovestory zwischen Tyler und Alice entwickeln wird. Die Autorin hat zwar versucht ein paar Konflikte und Plottwists einzubauen, hat aber meiner Meinung nach es nicht geschafft, diese geschickt in den Handlungsstrang zu integrieren oder weiter auszuarbeiten. Es bleibt für mich oberflächlich und recht langweilig. Da fehlt mir einfach die Reflektion, der Weg zur Erkenntnis, der Blick in die wirkliche innere Gefühlswelt. Jeder Konflikt, der sich aufgebaut hat, war 3 Seiten später wieder geklärt. Vor allem bleibt die Autorin mir die Erklärung schuldig, warum Tyler überhaupt Alice so enttäuscht hat. Seitenweise hasst Sie Tyler, und plötzlich, und das durch einen wirklich sehr offensichtlichen und für mich total überflüssigen Schlüsselmoment (Alladin-sei-Dank), springt sie auf und fällt Tyler in die Arme. That’s it. Keine Erklärung, warum.

    Szenerie / Setting

    Leider ist das Setting voller Klischees. Nicht nur, dass die Schwestern alle wie eine Disney-Prinzessin heißen, sondern auch das klassische Highschool-Setting mit der typischen Personenkonstellation: der überdrehten besten Freundin und dem blassen besten Kumpel und dem Bücherwurm als Protagonistin, der nur gute Noten wichtig sind. Das Psychologie-Experiment war ein netter Nebenschauplatz, konnte aber nichts Entscheidendes zur ganzen Story beitragen und wirkte auf mich recht konstruiert.

    Sprache / Schreibstil

    Die Geschichte wird aus Alice’ Perspektive als Ich-Erzähler im Präteritum erzählt. Neben recht häufigen Wortwiederholungen von vor allem “Doch” als Satzanfang und “sodass” , wird die Handlung mehr erzählt, anstatt mir durch Handlung gezeigt. Das unterstützt der für mich doch recht berichtartige und hölzerne Charakter der Erzählung.

    Ana Woods “15 Gründe dich zu hassen” ©2021 Planet! by Thienemann-Esslinger Verlag
    Ana Woods “15 Gründe dich zu hassen” ©2021 Planet! by Thienemann-Esslinger Verlag

    Copyright: © 2021 Ana Woods, Planet! by Thienemann-Esslinger Verlag
    Covergestaltung: Sandra Taufer unter Verwendung von Bildern von Julia Karo/Shutterstock.com; Phatthanit/Shutterstock.com; nuttakit/Shutterstock.com; Emma Make/Creative Market
    » Ana Woods bei Thienemann-Esslinger Verlag
    » Ana Woods Homepage

    • Ana Woods (Autor)
    • eBook: 3021 (320 Seiten)
    • Herausgeber: Planet!; 1. Edition (24. August 2021)
    • ASIN: B0934NZHKY
    • Genre: Liebesroman, Young-Adult
    Vielversprechende Idee mit leider einigen Schwächen in der Umsetzung










    • Coverbild










    • Buchlayout (eBook)










    • Idee / Plott










    • Emotionen / Protagonisten










    • Handlungsaufbau / Spannungsbogen










    • Szenerie / Setting










    • Sprache / Schreibstil

    2.4









    Zusammenfassung

    Die Idee klang spannend und vielversprechend, leider konnte die Ausarbeitung mich nicht überzeugen. Streckenweise hölzerne und naive Protagonisten ohne Tiefe und innerer Reflexion in einer recht linearen und unaufregenden Storyline in einem Setting mit stumpfen und überholten Klischees.

    Nana Shar

    Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik.

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